Die Revision ist notwendig und ein ausgewogener Kompromiss», erklärte Bundespräsidentin Doris Leuthard am Freitag anlässlich der Lancierung des Abstimmungskampfes zur Sanierung der Arbeitslosenversicherung. Die vierte Revision leiste einen wichtigen Beitrag zur sozialen Sicherheit der Schweiz, so Leuthard. Es handle sich um eine ausgewogene Mischung aus Minderausgaben und Mehreinnahmen.
Einerseits werden gewisse Leistungen gekürzt, anderseits die Lohnabzüge von 2,0 auf 2,2 Prozent erhöht. Zusätzlich wird ein Solidaritätsprozent auf dem nicht versicherbaren Teil des Lohns zwischen 126000 und 315000 Franken erhoben. Die Höhe der Taggelder würden laut Doris Leuthard durch die Revision nicht angetastet. Die Beitragszeit werde aber stärker an die Bezugsdauer gekoppelt und die Wartezeit vor dem Bezug des Taggelds teilweise verlängert. Für unter 25-Jährige sieht die Revision eine Bezugsdauer von höchstens neun Monaten vor, sofern sie nicht für den Unterhalt von Kindern aufkommen müssen.
«Wir befürworten die ALV-Revision», so hotelleriesuisse-CEO Christoph Juen. Denn die ALV mit ihrem laufenden Defizit könne nur mit einer ausgewogenen Kombination von Beitragserhöhungen und Leistungskorrekturen behoben werden. Gastrosuisse wird die Abstimmungsparole am 18. August fassen.
Die Gewerkschaften haben das Referendum ergriffen, da sie überzeugt sind, dass das Sozialwerk ohne Leistungsabbau saniert werden kann. «Wenn – wie bei der AHV – auch höhere und höchste Einkommen Beiträge an die Versicherung zahlen müssten, wäre sie ausreichend auf dem heutigen Leistungsstand finanziert», schreibt der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) in einer Medienmitteilung.
Auch bei einem Nein muss die ALV laut Bundespräsidentin Leuthard saniert werden. Denn das geltende Gesetz verpflichte den Bundesrat, einen Solidaritätsbeitrag zu erheben und die Lohnabzüge zu erhöhen, sobald die Schulden der ALV eine bestimmte Obergrenze überschreiten. Dies sei im Frühling 2010 geschehen. Um eine fortschreitende Verschuldung zu verhindern, habe der Bundesrat Ende Juni beschlossen, die Lohnabzüge auf Anfang 2011 von 2,0 auf 2,5 Prozentpunkte zu erhöhen, falls die Revision abgelehnt werde. Damit würde die Kaufkraft der Beschäftigten vermindert und die Lohnnebenkosten für die Unternehmen stärker steigen als mit der Revision.
Die Schweizer Käsebranche hat dem starken Franken getrotzt und 2011 mehr Käse exportiert als im Vorjahr. Zugelegt haben vor allem kleine Spezialitäten wie Berg- und Alpkäse. Die bekannten Sorten wie Appenzeller hingegen büssten ein.
Die Bündner Regierung empfiehlt die Ablehnung der Volksinitiative zur Einschränkung des Zweitwohnungsbaus. Das Volksbegehren, das den Anteil der Ferienwohnungen in jeder Gemeinde auf 20 Prozent beschränken will, schiesse weit über das Ziel hinaus. 
Die Backpackers Villa Sonnenhof in Interlaken wurde am Montag in Dublin zum dritten Mal in Folgen mit dem «Hoscar» als bestes Hostel der Schweiz ausgezeichnet.
Die Schweiz soll an der Weltausstellung 2015 in Mailand mit hohen Silos vertreten sein. Die Jury hat «Confooderatio Helvetica» als Siegerprojekt bestimmt.
Berufspendler und Touristen bescheren dem Appenzellerland immer mehr Autoverkehr. Im vergangenen Jahr wurden auf den Ausserrhoder Kantonsstrassen im Durchschnitt 3,2 Prozent mehr Fahrzeuge gezählt. Das ist eine stärkere Zunahme als in den Jahren davor.
Am vergangenen Wochenende ging das 19. St. Moritzer Gourmet Festival zu Ende. Die Verantwortlichen zeigten sich erfreut über den grossen Erfolg. Trotz frostigen Temperaturen erschienen rund 4'000 Gäste im Oberengadin. Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Festivals auch der Nachwuchswettbewerb «Young Engadine Talents» ausgetragen.
Jetzt ist der Weg frei für die Festsetzung des Gestaltungsplans Uto Kulm. Wie die Baudirektion des Kantons Zürich am Freitag mitteilte, ist der Nutzungsvertrag von allen Parteien unterschrieben worden. Dies ist die Voraussetzung für den Gestaltungsplan.
Nachdem Billetts und Abonnements bereits im letzten Dezember aufgeschlagen haben, ist Ende dieses Jahres die nächste Runde fällig: Wer Bahn, Tram oder Bus fährt, muss tiefer in die Tasche greifen.
Die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) hat sich nur knapp dagegen ausgesprochen, das Lebensmittel-Gesetz an den Bundesrat zurückzuweisen.
Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten möchte offenbar nicht sechs Wochen Ferien pro Jahr. Das ergibt eine Umfrage von gfs.bern im Auftrag der SRG. Besser kommt Franz Webers Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau an. 





Die Organisation Schweiz Tourismus will den Schweizer Ferientag und den Switzerland Travel Mart 2013 in Bern durchführen. Nun ersucht Bern Tourismus die Stadt und den Kanton Bern um einen Beitrag von je 0,3 Mio. Franken für die Durchführung des Grossanlasses.