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05.07.2012
Baden auf der Rigi
Typisches Botta-Design zeichnet das neue Mineralbad & Spa Rigi Kaltbad auf 1450 Meter über Meer aus.
Typisches Botta-Design zeichnet das neue Mineralbad & Spa Rigi Kaltbad auf 1450 Meter über Meer aus. (Bild: zvg)
Ab sofort kann auf der Rigi warm und komfortabel gebadet werden: in dem von Mario Botta gestalteten Mineral & Spa Rigi Kaltbad.
Daniel Stampfli

Nach dreijähriger Bauzeit ist am Wochenende das vom Tessiner Architekten kon- zipierte Mineral & Spa Rigi Kaltbad eröffnet worden. Das rund 30 Millionen Franken teure Bad knüpft an Zeiten an, die bis ins 16. Jahrhundert zurückgehen.

Das neue Bad ist mit dem früheren nicht vergleichbar, bietet zeitgemässen Komfort und soll der Rigi zusätzliche Besucher bringen. Das Wasser des Drei-Schwestern-Brunnens wird mit Holz von der Rigi auf 35 Grad aufgeheizt, moderne Wohlfühlangebote lösen die religiösen Pflichten ab, die damals mit dem Baden verbunden waren.

Von Konzept und Architektur begeistert

Das Bad verfügt über Innen- und Aussenbecken, von welchen badend die Aussicht genossen werden kann. Dazu kommen ein Dampfbad, eine Sauna und Massageräume. Betrieben wird das Bad von der Berner Aqua-Spa-Resorts (ASR). Eigentümerin ist die Anlagestiftung Real Estate Switzerland der Credit Suisse. Gemäss Andreas Roth, Product Manager der Anlagestiftung, waren der Standort, das Projekt sowie die langjährige Partnerschaft mit der ASR als Betreiberin und der MLG als Generalunternehmen für den Investitionsentscheid ausschlaggebend. «Als das Projekt vor ein paar Jahren zum ersten Mal präsentiert wurde, waren wir vom Konzept und von der Architektur begeistert», so Roth.

Der Architekt Mario Botta platzierte die Anlage unter den neuen 2500 Quadratmeter grossen Dorfplatz. Geprägt wird dieser von acht kristallartigen, 3,5 Meter hohen Glasoberlichtern, die Licht in die Badeanlage bringen. Botta gab dem Platz deshalb den Namen «Giardino Minerale». Begrenzt wird dieser Platz auf der einen Seite durch die zukünftige Station der Vitznau-Rigi-Bahn und auf der anderen Seite durch einen markanten Rundturm.

Bahn rechnet mit 3 bis 5 Prozent mehr Fahrgästen

Freude am neuen Wahrzeichen auf der Rigi hat auch Peter Pfenniger, Direktor der Rigi Bahnen: «Das jahrelange Ringen um die Schliessung grosser Angebotslücken auf Rigi Kaltbad hat ein Ende.» Und: «Unsere Erwartungen an das Gästevolumen sind hoch, aber realistisch.» Gerechnet wird mit Mehrfrequenzen von 3 bis 5 Prozent. Um den Gästen ein standesgemässes Ankommen zu ermöglichen, werden auch die Bahnhofanlagen einer Modernisierung unterzogen. Am 20. Mai 2012 haben der Abbau des Stationsgebäudes und die Vorbereitungen für die Montage der neuen Schienenanlagen begonnen. Das neue Stationsgebäude wurde wie das Bad von Mario Botta entworfen.

Letzte Etappe im Herbst 2013 fertiggestellt

Die intensivste Bauzeit am Bahnhof Rigi Kaltbad wird zwischen dem 20. August und dem 28. September 2012 sein, wenn die neuen Gleise, Fahrleitungen und Perrons gebaut werden. In dieser Zeit werden laut Pfenniger vom Bahnhof Rigi Kaltbad aus keine Personenzüge fahren können. Alle Rigi-Gäste werden mit der Seilbahn Weggis-Rigi Kaltbad und mit der Zahnradbahn ab Goldau befördert. Im Herbst 2013 soll dann die Eröffnung des Stationsgebäudes erfolgen, das neu die Schalter für Bahn- und Tourismusdienstleistungen sowie einen Souvenirshop unter einem Dach vereint.

Bereits eröffnet wurde am 26. Mai 2012 das Hotel Rigi-Kaltbad mit 120 Betten (siehe htr vom 31. Mai). Das Hotel verfügt über einen direkten Zugang zum neuen Mineralbad & Spa.

  
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