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zweitwohnungen
13.04.2012
Bern bewilligt Gesuche bis Ende Jahr
Im Kanton Bern können Baugesuche für Zweitwohnungen in allen Gemeinden noch bis Ende Jahr bewilligt werden. Diese Position vertritt die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion nach Absprache mit der Regierungskonferenz der Gebirgskantone.

Bereits Ende März hatte der Kanton Bern bei der umstrittenen Umsetzung der Zweitwohnungsinitiative einen Schulterschluss mit den Gebirgskantonen angekündigt. Nun wird dieser vollzogen (siehe Artikel oben rechts).

Die bernische Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion stellt sich nach einem Treffen der Gebirgskantone wie diese auf den Standpunkt, dass Baugesuche für Zweitwohnungen noch bis Ende Jahr bewilligt werden können. Dies gelte auch für Gemeinden, deren Zweitwohnungsanteil 20 Prozent übersteigt, wie aus einer Mitteilung der bernischen Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion vom Freitag hervorgeht (siehe Artikel oben rechts).

Am 11. März nahm das Schweizer Volk die Zweitwohnungsinitiative an. Diese sieht vor, dass der Anteil von Zweitwohnungen in einer Gemeinde auf 20 Prozent beschränkt ist. Stark umstritten ist seit der Annahme der Initiative deren Umsetzung – insbesondere die Frage, ob Baugesuche noch bis Ende Jahr bewilligt werden können oder – wie der Bund annimmt – im Zweifelsfall sistiert werden müssen.

Bern ist zwar streng genommen kein Gebirgskanton, aber wie diese lebt er stark vom Tourismus. Der Regierungsrat beauftragte deshalb die Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion, das Vorgehen bei der Umsetzung mit den Gebirgskantonen zu koordinieren. (npa/sda)

  
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