Das Urdental sei heute noch eine naturbelassene Landschaft mit einem wunderschönen See zwischen zwei intensiv genutzten Skigebieten. Die Überspannung des Urdentals mit einer Seilbahn zerstöre das Landschaftsbild «irreversibel», schreibt Mountain Wilderness in einer Medienmitteilung vom 27. Juni.
Die Alpenschutzorganisation verlangt daher, dass der im vergangenen Mai gefasste Beschluss der Bündner Kantonsregierung, welcher die Teilrevisionen der Ortsplanung von Tschiertschen-Praden und Obervaz vorsieht, aufzuheben sei. Ebenfalls sieht Mountain Wilderness bei der geplanten Varianten-Skiabfahrtsroute durch das Urdental ins Skigebiet von Tschiertschen-Praden den Lebensraum gefährdeter Tierarten gestört.
Umweltverbände wurden eng eingebunden
Auf die Beschwerde angesprochen, erklärte Lorenzo Schmid, Präsident der Arosa Bergbahnen AG, gegenüber der Zeitung «Südostschweiz», dass die Vertreter der Bergbahnen bei der Entwicklung des Projekts die Umweltverbände eng eingebunden haben. Pro Natura, WWF, Stiftung für Landschaftsschutz und der Schweizer Alpen-Club hätten einem Kompromiss zugestimmt, welcher verschiedene Kompensationsmassnahmen enthält. So werde durch eine neue Linienführung mit den Stationen auf dem Hörnli und Urdenfürggli das Ursental mastenfrei gehalten.
Schmid sieht vor, dass man bei der nächsten Besprechung Mountain Wilderness mit ins Boot nehmen werde. Der Aroser Bergbahnpräsident ist zuversichtlich, dass die Eröffnung im Dezember 2013 erfolgen wird. (npa)
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