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01.07.2010
Das Ziel ist Wachstum
Präsentierten die neue Tourismusstrategie (v.l.): Eric Scheidegger, Leiter Direktion Standortförderung, Christoph Juen, CEO hotelleriesuisse, Peter Vollmer, Direktor Verband öffentlicher Verkehr und Seilbahnen Schweiz, Bundespräsidentin Doris Leuthard, Mario Lütolf, Direktor Schweizer Tourismus-Verband, und Anton Schmutz, Direktor Gastrosuisse.
Präsentierten die neue Tourismusstrategie (v.l.): Eric Scheidegger, Leiter Direktion Standortförderung, Christoph Juen, CEO hotelleriesuisse, Peter Vollmer, Direktor Verband öffentlicher Verkehr und Seilbahnen Schweiz, Bundespräsidentin Doris Leuthard, Mario Lütolf, Direktor Schweizer Tourismus-Verband, und Anton Schmutz, Direktor Gastrosuisse. (© Alain D. Boillat)
Der Schweizer Tourismus soll Marktanteile zurückerobern: Der Bundesrat hat zu diesem Zweck eine Wachstumsstrategie verabschiedet, mehr Mittel will er aber nicht bereitstellen.
Theres Lagler

Wir wollen das Potenzial, das im Tourismus steckt, noch besser nutzen.» Das betonte Bundespräsidentin Doris Leuthard letzten Freitag gleich zu Beginn der Präsentation der neuen Tourismusstrategie des Bundes. Diese greift ab 2012 und basiert auf vier Kernelementen, die gemeinsam mit den Branchenverbänden erarbeitet wurden. So will der Bund Probleme frühzeitig erkennen und aufgreifen. Zu diesem Zweck plant er den Aufbau des «Tourismus Forum Schweiz», das einmal jährlich die wichtigen Akteure der Tourismuswirtschaft zusammenbringen soll. Zweitens will der Bund den Tourismus besser in die anderen Politikbereiche einbetten. Es geht hier vor allem um die Raumplanung, die KMU-Politik, die Fiskalpolitik, die Verkehrs-, Umwelt- und Landwirtschaftspolitik, die direkte Auswirkungen auf die Tourismuswirtschaft haben. Drittens soll mit Innovationen und Kooperationen die Attraktivität des touristischen Angebots gesteigert werden. Dies ist primär Aufgabe der Unternehmen und Destinationen. Der Bund will aber mit dem Programm Innotour, das 2011 ausläuft, finanzielle Impulse setzen. Er beantragt deshalb, Innotour ab 2012 auf eine zeitlich unbefristete, gesetzliche Grundlage zu stellen. Last but not least gehört auch der Marktauftritt der Schweiz zu den vier tragenden Pfeilern der neuen Tourismusstrategie. «Schweiz Tourismus macht seine Aufgabe gut. Wir sind aber überzeugt, dass wir Schweiz Tourismus mit der neuen Strategie noch besser auf die anderen Instrumente der Landeswerbung abstimmen können», so die Volkswirtschaftsministerin.

Die Strategie stösst in der Branche auf breite Zustimmung. Das demonstrierte bereits der gemeinsame Auftritt bei der Präsentation vor den Bundeshausmedien. So sprach Mario Lütolf, Direktor des Schweizer Tourismus-Verbands, von handfesten Optimierungen. Und Christoph Juen, CEO von hotelleriesuisse, strich hervor, dass die Strategie richtigerweise die Qualitätsförderung in den Vordergrund stelle. Einzig Peter Vollmer, Direktor Seilbahnen Schweiz, liess gewisse Bedenken durchblicken: «Die Nagelprobe wird die Bereitstellung der nötigen finanziellen Mittel sein. Innotour und Schweiz Tourismus dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.» Vollmer nahm damit Bezug auf den Entscheid des Bundesrats, die Mittel für Innotour dem Budget von ST abzuziehen (siehe Interview).

  
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