Das Wallis soll zur Topdestination im Alpenraum werden. Das ist das erklärte Ziel des Projekts «Tourismus 2015», das der Walliser Volkswirtschaftsdirektor Jean-Michel Cina letzte Woche lanciert hat. Der Staatsrat wagt sich damit erneut an eine Tourismusreform, hat aber die Lehren aus der wuchtigen Ablehnung des Tourismusgesetzes im November 2009 gezogen. Diesmal verzichtet er auf ein Gesamtpaket, um unbestrittene Teile der Reform rascher realisieren zu können. Zudem setzt er auf eine breite Partizipation.
Tourismusgipfel soll helfen, einen Konsens zu finden
Am kommenden 28. September findet erstmals ein kantonaler Tourismusgipfel statt. 200 Personen aus Wirtschaft und Politik sind dazu eingeladen, darunter auch jene Exponenten, die das Tourismusgesetz zu Fall brachten. «Ich verstehe den Tourismusgipfel als grosses Sounding-Board, das unseren Arbeitsgruppen wertvolle Inputs geben kann», erläutert Cina. Drei Arbeitsgruppen hat der Steuerungsausschuss, der von Cina präsidiert wird, eingesetzt. Sie kümmern sich um die Schaffung einer Gesellschaft für Wallis Werbung, um den Aufbau eines Tourismusobservatoriums und den Bereich Strukturen und Finanzen. «Der Ausgang ist noch völlig offen. Ich will mich nicht erneut in ein Abenteuer stürzen. Ich habe meine Ideen für den Walliser Tourismus bereits einmal skizziert», hält Cina dazu fest. Innerhalb eines Jahres müssen die Arbeitsgruppen der Regierung ihre Empfehlungen abliefern.
Kommunikation aus einem Guss
«Das ist ein enger Zeitplan», betont Tourismusberater Peter Furger. Er leitet die Arbeitsgruppe, die sich mit der künftigen Vermarktungsorganisation beschäftigt. «Die ersten Sitzungen haben aber gezeigt, dass alle Beteiligten in die gleiche Richtung gehen wollen. Das ist viel wert.» Furger möchte die neue Vermarktungsorganisaton nicht unter der Affiche «Wallis Werbung» laufen lassen. «Wallis Kommunikation» sei umfassender. «Ich habe schon immer von einer professionellen Kommunikation geträumt, die nicht nur den Tourismus, sondern auch die regionalen Produkte, die Kultur und alle andern Wirtschaftszweige umfasst.» Das Vorhaben sei komplex – wenn es gelinge, sei es aber einzigartig, ist Furger überzeugt.
Bessere statistische Grundlagen für Entscheidungsträger
Marketing ist das eine, statistische Grundlagen für die Entscheidungsträger der Branche das andere. Josef Zenhäusern, Präsident des Verkehrsvereins Leukerbad, leitet die Arbeitsgruppe, die den Aufbau des Tourismusobservatoriums abklärt. Er war verhindert und konnte an der Medienkonferenz nicht teilnehmen. Staatsrat Cina liess aber keine Zweifel am Nutzen eines solchen Tools aufkommen. «In der Weinwirtschaft haben wir bereits ein solches Observatorium. Es liefert hervorragende Marktdaten.» Das Weinobservatorium wird komplett vom Staat finanziert. Ob das auch beim Tourismusobservatorium der Fall sein wird, ist Teil der Abklärungen.
Neues Finanzierungssystem wohl erst längerfristig möglich
Bleiben die Strukturen und die Finanzierung des Tourismus – das heikelste Geschäft, das beim abgelehnten Tourismusgesetz zum Stolperstein wurde. Die Arbeitsgruppe von Luc Fellay, Gemeindepräsident von Champéry, nimmt sich dieses Themas an. «Ich verstehe mich als Ideensammler und Koordinator der Diskussion», betont er. Es gehe darum, moderne Strukturen zu schaffen und dann über ein kohärentes Finanzierungssystem nachzudenken. Handlungsbedarf sei da, da waren sich alle einig. Das Wallis sei im Vergleich zur Konkurrenz in Rückstand geraten.
Die Schweizer Käsebranche hat dem starken Franken getrotzt und 2011 mehr Käse exportiert als im Vorjahr. Zugelegt haben vor allem kleine Spezialitäten wie Berg- und Alpkäse. Die bekannten Sorten wie Appenzeller hingegen büssten ein.
Die Bündner Regierung empfiehlt die Ablehnung der Volksinitiative zur Einschränkung des Zweitwohnungsbaus. Das Volksbegehren, das den Anteil der Ferienwohnungen in jeder Gemeinde auf 20 Prozent beschränken will, schiesse weit über das Ziel hinaus. 
Die Backpackers Villa Sonnenhof in Interlaken wurde am Montag in Dublin zum dritten Mal in Folgen mit dem «Hoscar» als bestes Hostel der Schweiz ausgezeichnet.
Die Schweiz soll an der Weltausstellung 2015 in Mailand mit hohen Silos vertreten sein. Die Jury hat «Confooderatio Helvetica» als Siegerprojekt bestimmt.
Berufspendler und Touristen bescheren dem Appenzellerland immer mehr Autoverkehr. Im vergangenen Jahr wurden auf den Ausserrhoder Kantonsstrassen im Durchschnitt 3,2 Prozent mehr Fahrzeuge gezählt. Das ist eine stärkere Zunahme als in den Jahren davor.
Am vergangenen Wochenende ging das 19. St. Moritzer Gourmet Festival zu Ende. Die Verantwortlichen zeigten sich erfreut über den grossen Erfolg. Trotz frostigen Temperaturen erschienen rund 4'000 Gäste im Oberengadin. Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Festivals auch der Nachwuchswettbewerb «Young Engadine Talents» ausgetragen.
Jetzt ist der Weg frei für die Festsetzung des Gestaltungsplans Uto Kulm. Wie die Baudirektion des Kantons Zürich am Freitag mitteilte, ist der Nutzungsvertrag von allen Parteien unterschrieben worden. Dies ist die Voraussetzung für den Gestaltungsplan.
Nachdem Billetts und Abonnements bereits im letzten Dezember aufgeschlagen haben, ist Ende dieses Jahres die nächste Runde fällig: Wer Bahn, Tram oder Bus fährt, muss tiefer in die Tasche greifen.
Die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) hat sich nur knapp dagegen ausgesprochen, das Lebensmittel-Gesetz an den Bundesrat zurückzuweisen.
Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten möchte offenbar nicht sechs Wochen Ferien pro Jahr. Das ergibt eine Umfrage von gfs.bern im Auftrag der SRG. Besser kommt Franz Webers Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau an. 






Die Organisation Schweiz Tourismus will den Schweizer Ferientag und den Switzerland Travel Mart 2013 in Bern durchführen. Nun ersucht Bern Tourismus die Stadt und den Kanton Bern um einen Beitrag von je 0,3 Mio. Franken für die Durchführung des Grossanlasses.