Im Engadin finden übers ganze Jahr verteilt hunderte von Events statt. Doch welche soll die Tourismusorganisation unterstützen? Und mit wie viel Geld? Diese Fragen ist die Destinations-Management-Organisation (DMO) Engadin St.Moritz professionell angegangen – mit Hilfe der Hochschule Luzern. Jürg Stettler, Leiter des Instituts für Tourismuswirtschaft, und Heinz Rütter, Inhaber des Forschungsunternehmens Rütter und Partner, haben ein elektronisches Event-Management-System entwickelt, das kurz vor der Einführung steht. Bereits die Veranstaltungen im kommenden Winter werden mit dem neuen System bewertet. Die Engadiner sprechen in diesem Zusammenhang von der «Event Scorecard Engadin». Jürg Stettler betont aber, dass das neue Instrument nicht mit der bereits bestehenden Event Scorecard zu verwechseln sei, welche die volkswirtschaftliche Bedeutung von kulturellen und sportlichen Grossanlässen misst. «Das neue Tool deckt eine Vielzahl von Events ab und vermittelt der Destination eine Gesamtsicht. Es ermöglicht, die Daten der Veranstalter zu erheben, zu bewerten und anschliessend aufgrund der Event-Strategie die Mittelvergabe zu berechnen», führt Stettler aus. Das Tool zwingt die Destination zu einer Event-Strategie und zur Ableitung der entsprechenden Indikatoren. «Die Destination muss sich genau überlegen, welche Veranstaltungen zur strategischen Zielerreichung beitragen. Veranstaltungen unterstützt man ja nicht nur aus Spass», so Stettler.
Ariane Ehrat, CEO der DMO Engadin St. Moritz, verspricht sich viel vom neuen Event-Management-System. «Wir setzen jährlich eine Million Franken für Events ein. Deshalb ist mir die Nachvollziehbarkeit der Mittelvergabe sehr wichtig.» Die Veranstalter hat Ariane Ehrat von Anfang an miteinbezogen. «Die verschiedenen Sparten aus Sport und Kultur konnten Delegierte in die Workshops schicken. Wir erarbeiteten die Kriterien gemeinsam», so Ehrat. Ende Juli sollten die ersten Resultate vorliegen. Bis dann sollte das Event-Management-System die Verteilung der Gelder für die Winter-Events 2010/2011 berechnet haben. Ariane Ehrat geht nicht davon aus, dass die bisherige Förderung völlig auf den Kopf gestellt wird. Aber: «Es wird sicher Verschiebungen geben. Dort wo wir weniger Geld sprechen, werden wir Übergangslösungen suchen und finden.» Für neue Events, die das System noch nicht mit Daten füttern können, reserviert Ehrat jährlich 50000 bis 60000 Franken. Denn auch neue Anlässe können für die Region strategische Bedeutung erlangen.
Was im Engadin nun anläuft, könnte auch andernorts Realität werden. Teil des Projektes, welches von der Kommission für Technik und Innovation KTI finanziell unterstützt wird, ist eine breitere Umsetzung des Event-Management-Systems. Jürg Stettler und Heinz Rütter möchten das Instrument so weit standardisieren, dass es für andere Destinationen und Gemeinden interessant wird. «Etwas Vergleichbares gibt es derzeit nicht. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das Tool auch in Deutschland oder Österreich auf Interesse stösst», betont Heinz Rütter. Die Installationskosten lassen sich zurzeit noch nicht genau beziffern, der Betrieb erfolgt aber zumindest im Engadin kostengünstig: «Wenn das Ganze einmal eingespielt ist, reichen 20 Stellenprozente aus, um das System zu betreuen. Davon bin ich überzeugt», führt Stettler aus.
Die Schweizer Käsebranche hat dem starken Franken getrotzt und 2011 mehr Käse exportiert als im Vorjahr. Zugelegt haben vor allem kleine Spezialitäten wie Berg- und Alpkäse. Die bekannten Sorten wie Appenzeller hingegen büssten ein.
Die Bündner Regierung empfiehlt die Ablehnung der Volksinitiative zur Einschränkung des Zweitwohnungsbaus. Das Volksbegehren, das den Anteil der Ferienwohnungen in jeder Gemeinde auf 20 Prozent beschränken will, schiesse weit über das Ziel hinaus. 
Die Backpackers Villa Sonnenhof in Interlaken wurde am Montag in Dublin zum dritten Mal in Folgen mit dem «Hoscar» als bestes Hostel der Schweiz ausgezeichnet.
Die Schweiz soll an der Weltausstellung 2015 in Mailand mit hohen Silos vertreten sein. Die Jury hat «Confooderatio Helvetica» als Siegerprojekt bestimmt.
Berufspendler und Touristen bescheren dem Appenzellerland immer mehr Autoverkehr. Im vergangenen Jahr wurden auf den Ausserrhoder Kantonsstrassen im Durchschnitt 3,2 Prozent mehr Fahrzeuge gezählt. Das ist eine stärkere Zunahme als in den Jahren davor.
Am vergangenen Wochenende ging das 19. St. Moritzer Gourmet Festival zu Ende. Die Verantwortlichen zeigten sich erfreut über den grossen Erfolg. Trotz frostigen Temperaturen erschienen rund 4'000 Gäste im Oberengadin. Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Festivals auch der Nachwuchswettbewerb «Young Engadine Talents» ausgetragen.
Jetzt ist der Weg frei für die Festsetzung des Gestaltungsplans Uto Kulm. Wie die Baudirektion des Kantons Zürich am Freitag mitteilte, ist der Nutzungsvertrag von allen Parteien unterschrieben worden. Dies ist die Voraussetzung für den Gestaltungsplan.
Nachdem Billetts und Abonnements bereits im letzten Dezember aufgeschlagen haben, ist Ende dieses Jahres die nächste Runde fällig: Wer Bahn, Tram oder Bus fährt, muss tiefer in die Tasche greifen.
Die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) hat sich nur knapp dagegen ausgesprochen, das Lebensmittel-Gesetz an den Bundesrat zurückzuweisen.
Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten möchte offenbar nicht sechs Wochen Ferien pro Jahr. Das ergibt eine Umfrage von gfs.bern im Auftrag der SRG. Besser kommt Franz Webers Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau an. 






Die Organisation Schweiz Tourismus will den Schweizer Ferientag und den Switzerland Travel Mart 2013 in Bern durchführen. Nun ersucht Bern Tourismus die Stadt und den Kanton Bern um einen Beitrag von je 0,3 Mio. Franken für die Durchführung des Grossanlasses.