Die WAK hatte sich an einer Sitzung vom 9. und 10. Januar mit 13 zu 12 Stimmen für eine befristete Mehrwertsteuer-Befreiung der Hotellerie im Rahmen einer dringlichen Gesetzesrevision ausgesprochen (siehe Artikel oben rechts).
Ähnlich knapp lehnt die Finanzkommission der grossen Kammer diesen Vorschlag ab. Mit 12 zu 9 Stimmen bei 2 Enthaltungen beantragt die Finanzkommission der WAK, auf den Entscheid zurückzukommen und auf die Steuerbefreiung zu verzichten. Die Mehrwertsteuer für Hotellerie und Gastronomie beträgt derzeit 3,8 Prozent.
Die Mehrheit der Finanzkommission ist der Auffassung, dass die Stützungsmassnahme zugunsten des von der Eurokrise stark betroffenen Tourismus zu teuer ist. Die daraus zu erwartenden Einnahmenausfälle für den Bund – die Rede ist von 150 bis 160 Millionen Franken – seien zu hoch.
Ausserdem sei die Massnahme nicht zielführend, begründet die Kommission ihren Beschluss in einem Communiqué der Parlamentsdienste vom Freitag. Und es bestehe die Gefahr, dass aus der befristeten Steuerbefreiung eine unbefristete werde.
Die Minderheit betonte dagegen die schwierige Situation der Hotellerie. Sie erachtet die Massnahme als sinnvoll und finanzpolitisch verkraftbar.
So oder so muss sich der Ständerat mit dem Thema beschäftigen. In der Dezembersession hatte der Nationalrat einer Motion zugestimmt, die den Bundesrat beauftragt, dem Parlament einen Entwurf für einen dringlichen Bundesbeschluss vorzulegen, der zum Ziel hat, die Beherbergungsleistungen im Jahr 2012 von der Mehrwertsteuer (MWST) – derzeit 3,8 Prozent – zu befreien. Der Entscheid war mit 93 zu 92 Stimmen bei 5 Enthaltungen äusserst knapp ausgefallen. (npa/sda)
Die Schweizer Hotels verzeichneten im Vorjahr 2 Prozent weniger Logiernächte als 2010. Für Lichtblicke sorgten die loyalen Schweizer und immer mehr Gäste aus China.
Der Scuoler Tourismusdirektor Urs Wohler macht Nägel mit Köpfen. Mit zwei innovativen Projekten für die Hotellerie der Destination will er der Frankenstärke trotzen.
Bereits am Montag entscheidet der Nationalrat über die befristete Mehrwertsteuersenkung für die Hotellerie. Eine Woche später der Ständerat. Es wird eine Zitterpartie.
Der Bundesrat will die Gelder für die Förderung von Innovationen aufstocken. Er hat das Volkswirtschaftsdepartement am Mittwoch ermächtigt, für 2012 zusätzliche Mittel in der Höhe von 60 Millionen Franken zu beantragen.
Die von economiesuisse geforderte öffentlich-private Finanzierung einer zweiten Gotthard-Röhre stösst beim Bund auf Widerstand. Der in einer Studie vorgeschlagene Tunnelzoll sei sehr schwierig durchsetzbar und für die Automobilisten nicht attraktiv.
Um Synergien zu nutzen und die Ausstrahlung der Region Bern und des Berner Oberlands im Ausland zu stärken, gehen die Berner Fluggesellschaft SkyWork Airlines und die Tourismusorganisationen von Bern, Interlaken und Jungfrau eine Zusammenarbeit ein.
Europas grösster Hotelkonzern Accor setzt seinen Aufwärtstrend fort. Im vergangenen Jahr verbuchte das französische Unternehmen dank einer starken Nachfrage und gestiegener Zimmerpreise deutlich höhere Gewinne.




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