Für den Tourismus wäre ein Dampfschiff zwar gewiss attraktiv, schreibt der Verwaltungsrat der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) in einer Mitteilung vom Donnerstag. Aber weder aus ökonomischer noch aus ökologischer Sicht wäre ein solches vertretbar.
Der Verwaltungsrat stützt sich auf eine Studie einer spezialisierten Firma in Luzern. Sie klärte im Auftrag der URh sowie der Kantone Thurgau und Schaffhausen alle Faktoren im Zusammenhang eines Dampfschiffes auf Untersee und Rhein ab.
Demnach wäre es technisch durchaus möglich, ein Dampfschiff zu bauen, das den Anforderungen der Rhein- und Untersee-Schifffahrt genügt. Das historische Dampfschiff Schaffhausen könne allerdings aufgrund der heutigen Anforderungen und gesetzlichen Bestimmungen nicht nachgebaut werden.
Der Bau würde gemäss Studie mindestens 10,3 Millionen Franken kosten – aber nur, wenn eine passende Occasions-Dampfmaschine verwendet wird. Sonst wären weitere rund 2 Millionen Franken nötig. Die Kosten der Betankungsinfrastruktur sind dabei nicht eingerechnet.
Auch der Betrieb käme teuer: Die Personal- und Unterhaltskosten sind laut Studie bei einem Dampfschiff deutlich höher als bei einem Motorschiff. Zudem wäre der Energieverbrauch mit rund 8 Litern pro Kilometer etwa doppelt so hoch wie bei einem Motorschiff. Dies lässt sich gemäss URh-Verwaltungsrat nicht vertreten. (npa/sda)
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