Die derzeit geltenden drei Steuersätze sollen durch einen Einheitssatz ersetzt und die Mehrheit der Steuerausnahmen abgeschafft werden. Dies hat der Bundesrat beschlossen und schlägt einen einheitlichen Steuersatz von 6,2% vor. Auf ein Modell mit zwei Sätzen wird verzichtet, ebenso wie auf eine grosszügigere Ausnahmeregelung. Der neu vorgeschlagene Satz liegt aufgrund neuer Berechnungen 0,1 Prozentpunkte über dem ursprünglichen Vorschlag. Hinzu kommt der Zuschlag für die IV, so dass der Satz im Endeffekt gerundet 6,5% beträgt. Der in der Zusatzbotschaft des Bundesrats veröffentlichte Einheitssatz von 6,2% mit wenigen Ausnahmen sei «Ausdruck einer wachstumsfreundlichen Mehrwertsteuerpolitik, von der auch der Schweizer Tourismus profitiert», so Christoph Juen, CEO hotelleriesuisse. Der Einheitssatz führe unbestritten zu erheblichen administrativen Entlastungen und sei steuersystematisch sinnvoll. Die höheren Effizienzgewinne würden einen Wachstumsschub auslösen, von dem auch der Tourismus profitieren würde.
Für hotelleriesuisse ist auch ein Zweisatzmodell denkbar
Sollte der Einheitssatz ohne Ausnahmen in den kommenden politischen Auseinandersetzungen aber kein Gehör finden, ist für hotelleriesuisse das in der Zusatzbotschaft erwähnte Zweisatzsystem «ein gangbarer Weg». Mit diesem Modell würden praktisch alle Ausnahmen aufgehoben und dem reduzierten Satz unterstellt. Die Besteuerung der Beherbergung und Restauration würde ebenfalls zum tiefen Satz erfolgen. Nur: Der Bundesrat hält an der Variante mit dem Einheitssatz auch in der Zusatzbotschaft fest und verzichtet darauf, den Räten einen anderen Vorschlag zu unterbreiten.
Von vielen Seiten erwächst dem Einheitssatz Widerstand
Die ersten Reaktionen zum Einheitssatz lassen dessen Einführung als eher unwahrscheinlich erscheinen. Der Schweizerische Gewerbeverband sagt zwar grundsätzlich Ja, will aber, dass die Bildung von der Mehrwertsteuer befreit wird. Der Detailhandel lehnt den gegenüber heute höheren Satz für Lebensmittel ab. Die Unterstellung des Gesundheitswesens schlägt mit einem einmaligen Teuerungsschub von 3,1% bei den Krankenkassenprämien zu Buche, was Santésuisse auf den Plan ruft. Gewerkschaften und Konsumentenorganisationen befürchten für untere und mittlere Einkommen eine höhere Belastung und halten den Einheitssatz für Durchschnittsfamilien für inakzeptabel.
Als nächstes muss das Parlament über den vorgeschlagenen Einheitssatz befinden, voraussichtlich in der Wintersession der Nationalrat und in der Frühlingssession 2011 der Ständerat. Für die Einführung ist eine Verfassungsänderung und damit eine obligatorische Volksabstimmung nötig.
Kommt der Einheitssatz nicht durch, wird man wohl mit dem Status quo weiterfahren. Für die Hotellerie gilt bis Ende 2013 noch ein Sondersatz von 3,6%. Sollte anstelle eines Einheitssatzes oder eines Zweisatzsystems das aktuelle Mehrwertsteuer-Modell auf unbestimmte Zeit weitergeführt werden, will sich hotelleriesuisse auch für einen über das Jahr 2013 hinaus geltenden Sondersatz für die Hotellerie einsetzen.
Die Schweizer Käsebranche hat dem starken Franken getrotzt und 2011 mehr Käse exportiert als im Vorjahr. Zugelegt haben vor allem kleine Spezialitäten wie Berg- und Alpkäse. Die bekannten Sorten wie Appenzeller hingegen büssten ein.
Die Bündner Regierung empfiehlt die Ablehnung der Volksinitiative zur Einschränkung des Zweitwohnungsbaus. Das Volksbegehren, das den Anteil der Ferienwohnungen in jeder Gemeinde auf 20 Prozent beschränken will, schiesse weit über das Ziel hinaus. 
Die Backpackers Villa Sonnenhof in Interlaken wurde am Montag in Dublin zum dritten Mal in Folgen mit dem «Hoscar» als bestes Hostel der Schweiz ausgezeichnet.
Die Schweiz soll an der Weltausstellung 2015 in Mailand mit hohen Silos vertreten sein. Die Jury hat «Confooderatio Helvetica» als Siegerprojekt bestimmt.
Berufspendler und Touristen bescheren dem Appenzellerland immer mehr Autoverkehr. Im vergangenen Jahr wurden auf den Ausserrhoder Kantonsstrassen im Durchschnitt 3,2 Prozent mehr Fahrzeuge gezählt. Das ist eine stärkere Zunahme als in den Jahren davor.
Am vergangenen Wochenende ging das 19. St. Moritzer Gourmet Festival zu Ende. Die Verantwortlichen zeigten sich erfreut über den grossen Erfolg. Trotz frostigen Temperaturen erschienen rund 4'000 Gäste im Oberengadin. Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Festivals auch der Nachwuchswettbewerb «Young Engadine Talents» ausgetragen.
Jetzt ist der Weg frei für die Festsetzung des Gestaltungsplans Uto Kulm. Wie die Baudirektion des Kantons Zürich am Freitag mitteilte, ist der Nutzungsvertrag von allen Parteien unterschrieben worden. Dies ist die Voraussetzung für den Gestaltungsplan.
Nachdem Billetts und Abonnements bereits im letzten Dezember aufgeschlagen haben, ist Ende dieses Jahres die nächste Runde fällig: Wer Bahn, Tram oder Bus fährt, muss tiefer in die Tasche greifen.
Die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) hat sich nur knapp dagegen ausgesprochen, das Lebensmittel-Gesetz an den Bundesrat zurückzuweisen.
Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten möchte offenbar nicht sechs Wochen Ferien pro Jahr. Das ergibt eine Umfrage von gfs.bern im Auftrag der SRG. Besser kommt Franz Webers Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau an. 





Die Organisation Schweiz Tourismus will den Schweizer Ferientag und den Switzerland Travel Mart 2013 in Bern durchführen. Nun ersucht Bern Tourismus die Stadt und den Kanton Bern um einen Beitrag von je 0,3 Mio. Franken für die Durchführung des Grossanlasses.