Die Stimmenverhältnisse sind unglaublich knapp: Die nationalrätliche Wirtschaftskommission (WAK) beantragt der Grossen Kammer mit 13 zu 12 Stimmen, die Beherbergungsleistungen für ein Jahr von der Mehrwertsteuer zu befreien. Die Schweizer Hotellerie sei besonders von der Frankenstärke betroffen und deshalb zu unterstützen, begründet die WAK ihre Position. Die Finanzkommission beantragt mit 12 zu 9 Stimmen das genaue Gegenteil. Sie kritisiert die Mindereinnnahmen von 150 Millionen Franken und befürchtet, dass die Massnahme dereinst nicht befristet bleibt. Der Ausgang der Abstimmung ist offen. Der Nationalrat sprach sich zwar in der vergangenen Wintersession bereits einmal für einen Mehrwertsteuer-Nullsatz für die Hotellerie aus, allerdings mit 93 zu 92 Stimmen ebenfalls sehr knapp. Die ständerätliche Wirtschaftskommission beantragt der Kleinen Kammer mit 8 zu 5 Stimmen, den Nullsatz abzulehnen.
Währungskrise erreicht nun auch die Stadthotellerie
Dabei zeigt die Logiernächte-Statistik 2011, die das Bundesamt für Statistik am Dienstag veröffentlichte, dass der starke Franken langsam auch der bisher krisenresistenten Stadthotellerie zu schaffen macht. So verzeichnete die Stadt Lausanne in den Monaten November und Dezember im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 9%, die Stadt Bern ein Minus von 7,3%. Luzern und Zürich konnten das Resultat halten. Basel und Genf lagen mit einem Plus von 2% und einem Plus von 4% über dem Vorjahresniveau.
Nullsatz würde Wechselkurs um 4,5 Rappen nach oben korrigieren
Weit härter trifft es die Ferienhotellerie. Graubünden startete mit einem Minus von 11,9% in die Wintersaison, das Wallis mit einem Minus von 4,8%. hotelleriesuisse-Präsident Guglielmo Brentel wies deshalb an der Medienkonferenz von Schweiz Tourismus am Dienstag darauf hin, dass der Nullsatz den Wechselkurs um 4,5 Rappen korrigieren würde. Stimmen die Räte der Massnahme zu, tritt sie am 1. April in Kraft.
Agenda Frühlingssession siehe oben rechts
Die Kantone wollen den Tourismus stärken. Doch sie tun sich schwer damit. Das zeigt exemplarisch Nidwalden auf: Dort steht das neue Gesetz vor dem Scheitern. 
Das Traditionshaus Hotel Orselina hoch über Locarno wird Ende Juni als Vier-Sterne-Superior Villa Orselina wiedereröffnet. Hotelier ist Christoph Schlosser.
Die Teilnahme der Schweiz an der Weltausstellung 2015 in Mailand soll 23,1 Millionen Franken kosten. 8 Millionen davon sollen Sponsoren beitragen. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Kreditbotschaft genehmigt.
Die vier Kantone der Gotthard-Region haben ihre Absicht zu einem gemeinsamen Auftritt an der Expo 2015 in Mailand bestätigt. Graubünden, Tessin, Uri und Wallis wollen zusammen einen 150 Quadratmeter grossen Bereich im Schweizer Pavillon belegen, wie sie am Mittwoch mitteilten.
Mit Valais/Wallis Promotion verfolgt der Kanton Wallis einen einzigartigen Lösungsansatz. Läuft alles nach Plan, kann die neue Vermarktungsorganisation 2013 loslegen. 
FDP und SVP machen ihre Drohung war: Sie wollen eine Volksabstimmung zum Bündner Tourismusabgabegesetz erzwingen. In Bern sorgt die Verdoppelung der Beherbergungstaxe für Zündstoff. 
Am 17. Juni entscheidet sich, ob im Kanton Schwyz ein Regionaler Naturpark entsteht. Das Projekt steht im Gegenwind. Vier Gemeindeversammlungen haben bereits abgelehnt. Und auch in den zehn Gemeinden, die nun an der Urne entscheiden, gibt es starke Opposition.
Mit Plakaten will der Bund die grossen Schweizer Pärke einem breiten Publikum bekannt machen. Umweltministerin Doris Leuthard hat am Dienstag die Kampagne lanciert und für die Pärke geworben.
Mit den Bauarbeiten zur Erweiterung des Nobelhotels Suvretta House in St. Moritz darf zumindest vorerst noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht hat der Beschwerde gegen die Planungsänderung und die Rodungsbewilligung die aufschiebende Wirkung erteilt.





In der Frühlingssession des Parlaments stehen mehrere Geschäfte zur Debatte, die Auswirkungen auf die Tourismuswirtschaft haben. Hier finden Sie die Entscheide, laufend aktualisiert.
Einen Tag nachdem er definitiv ins Paddelboot umgestiegen war, hat der Bündner Rhein-Schwimmer Ernst Bromeis das Handtuch geworfen. Seine Gesundheit lasse die Weiterführung des Projekts, den gesamten Rhein zu durchschwimmen, nicht mehr zu, teilte Schweiz Tourismus am Dienstag mit.
Orte mit massivem Immobilienboom und entsprechend steigenden Wohnpreisen sind laut dem Wirtschaftsmagazin «Bilanz» häufig auch die mit der besten Lebensqualität. An der Spitze ist Zürich, gefolgt von Zug und Aufsteiger Bern.