aktuell
26.08.2010
«Pasta light» kann starten
Ferienwohnungen in Thyon 2000 (VS): Wie gut sind sie gebucht?
Ferienwohnungen in Thyon 2000 (VS): Wie gut sind sie gebucht? (© zvg)
Die Finanzierung für die Parahotellerie-Übergangsstatistik steht: Die vier grössten Tourismuskantone und der Bund beteiligen sich daran. Erste Resultate sollen 2011 vorliegen.
Theres Lagler

Die Anzahl Logiernächte in Ferienwohnungen ist die grosse Unbekannte im Schweizer Tourismus. Die Branche befindet sich seit 2003 auf einem statistischen Blindflug. Das soll sich jetzt ändern. Der Schweizer Tourismus-Verband (STV) hat soeben die Entwicklungskosten für eine abgespeckte Parahotellerie-Statistik – deshalb die Abkürzung «Pasta light» – sichergestellt. Die Projektkosten betragen 400000 Franken. Die Hälfte übernimmt der Bund, indem er Innotour-Gelder freigibt. Die restlichen 200000 Franken teilen die vier Tourismuskantone Bern, Graubünden, Tessin und Wallis, Schweiz Tourismus und der STV untereinander auf.

Online-Reservationssystem als wichtiger Datenlieferant
«Wir können keine flächendeckende, repräsentative Parahotellerie-Statistik für die Schweiz auf die Beine stellen», führt STV-Direktor Mario Lütolf aus. «Unser Ziel ist, dass wir fundierte Aussagen zu den wichtigsten Ferienwohnungs-Destinationen machen können und dass wir gute Vorarbeit für eine offizielle Parahotellerie-Statistik des Bundes leisten.» Die Zeichen dafür stehen gar nicht so schlecht. Das Bundesamt für Statistik (BfS) steht dem Projektteam für wissenschaftliche Beratungen zur Verfügung. Eine schweizweite Statistik ist gemäss BfS erst ab 2014 möglich, da ab diesem Zeitpunkt das Eidgenössische Gebäude- und Wohnungsregister mit den Daten der kommunalen Einwohnerregister verlinkt werden kann. Bis dahin muss man sich einer anderen Messmethode bedienen. «Wir stützen uns vor allem auf die elektronischen Reservationssysteme ab», erläutert Lütolf. Die Online-Buchungen der sieben grössten Ferienwohnungsanbieter sind auf der Ferienwohnungsplattform von Schweiz Tourismus hinterlegt und können somit ausgewertet werden. «Wir sind uns bewusst, dass die 25000 so erfassten Ferienwohnungen nicht den Gesamtmarkt abbilden und dass häufig auch telefonisch gebucht wird. Deshalb klären wir bei den Tourismusorganisationen ab, welche zusätzlichen Angaben sie allenfalls über die monatlichen Kurtaxen-Abrechnungen machen können.»

Erste Ergebnisse sind ab Juli 2011 zu erwarten
Der Fokus liegt dabei auf den Tourismusorganisationen der beteiligten Kantone. Bis Ende Jahr sollen die Grundlagen erarbeitet werden, die Hochrechnungen erlauben. «Das Ziel ist, dass unser System ab Juli 2011 Resultate liefert», so Lütolf.Er ist schon jetzt gespannt auf die ersten Kennzahlen zum Ferienwohnungsmarkt.

  
Werbung
ihr kommentar zum artikel
Was denken Sie zu diesem Thema? Schreiben Sie einen kurzen Kommentar, Ihre Meinung interessiert uns!


Betreff
Text
Hinweis: Es sind max. 400 Zeichen erlaubt.
   
Name
Email
   
Code
   * Bitte obenstehenden Code eingeben
   
   Ich bin mit den Spielregeln einverstanden


Weitere Artikel aus diesem Ressort