Trotz der bangen Tage im April mit der Vulkanwolke, die den Flughafen lahmlegte: Das erste Halbjahr 2010 bescherte den Hoteliers rund um den Airport Zürich ein starkes Wachstum. Um 19,4% legten die Logiernächte gemäss Zürich-Tourismus-Vizedirektor Maurus Lauber zu; in der Grossregion Zürich (inklusive Baden, Winterthur, Zug, Zürich) waren es im gleichen Zeitraum 6,5%.
Markt erholte sich schneller als erwartet
Lauber sieht die «enorme Zunahme» der Airport-Logiernächte «in den verstärkten Marketing-Aktivitäten, einem erweiterten Hotel-Angebot sowie möglicherweise im Gewinn von Gruppen und Tour Operators, welche Übernachtungen aus preislichen Überlegungen in die Flughafenregion verschoben haben».
Auch Stefan Flury, Direktor des «Mövenpick Zürich-Airport», spürte den Aufwind im ersten Halbjahr: Eine Zunahme deutlich über 10% registrierte man bei den Zimmernächten, der Markt habe sich deutlich schneller erholt als erhofft, «seit Mai fühlt es sich an, als sei ein Schalter umgelegt worden». Euphorisch aber gibt sich Flury, der auch als Vertreter der Flughafen-Hotels im Vorstand der Zürcher Hoteliers wirkt, nicht. Weiterhin hapere es beim Durchschnittszimmerpreis, eine Folge auch des verhagelten Jahres 2009, als man in verschiedenen Preissegmenten Zugeständnisse machen musste. Jetzt setzt für den Hotelprofi die logische Entwicklung der Konjunktur ein: «Nach einer angespannten wirtschaftlichen Lage ist es normal, dass zuerst die Belegung steigt und danach die Preise folgen. In den Himmel wachsen hier die Bäume aber ganz bestimmt nicht.»
Neue geplante Kapazitäten entschärfen Preiskampf nicht
Flury spielt auf die ständig steigenden Kapazitäten an. Mit einer durchschnittlichen Belegung von 67% – in der City waren es 68% – liegt die Flughafenhotellerie gut zehn Prozentpunkte unter der Auslastung in den Spitzenjahren. Was mit dem starken Angebotswachstum zusammenhängt. Seit 2008 kamen in drei neuen Häusern gut 550 Zimmer hinzu; die heutige Total-Zimmerzahl von 2750 steigert sich bald schon auf 3000, «sollte dann das geplante Dorint-Hotel effektiv realisiert werden».
Einen guten Steinwurf entfernt vom «Mövenpick Zürich-Airport» will sich die deutsche Dorint-Kette einpflanzen. Die Gruppe mit 36 Häusern setzt gemäss Ernst-Ulrich Schweitzer, Leiter Unternehmensentwicklung, auf Expansion in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland. 2011 soll mit dem Bau in Glattbrugg begonnen, 2012 mit 240 Zimmern ein «schlankes 4-Sterne-Hotel» eröffnet werden. Neben den Betrieben in Basel und Beatenberg sieht man bei Dorint hierzulande weitere Chancen, «in der Geschäfts- wie auch in der Ferienhotellerie». Auf eine angestrebte Anzahl Hotels will man sich aber nicht festlegen.
Zumal auch das Zürcher Flughafenprojekt noch nicht in Stein gemeisselt ist. Die Dorint-Gruppe lässt das Objekt vom Könizer Bauunternehmen Losinger planen und realisieren; es muss sich aber noch ein Investor finden. Erst wenn dieser vorliegt, wird voraussichtlich bis Ende Jahr die Piste startklar für das nächste Flughafenhotel in Zürich. Weil um den Airport mittelfristig weitere Hotels mit rund 500 zusätzlichen Zimmern in Planung sind, bleibt der Preiskampf ein ständiger Flugbegleiter.
Die Schweizer Käsebranche hat dem starken Franken getrotzt und 2011 mehr Käse exportiert als im Vorjahr. Zugelegt haben vor allem kleine Spezialitäten wie Berg- und Alpkäse. Die bekannten Sorten wie Appenzeller hingegen büssten ein.
Die Bündner Regierung empfiehlt die Ablehnung der Volksinitiative zur Einschränkung des Zweitwohnungsbaus. Das Volksbegehren, das den Anteil der Ferienwohnungen in jeder Gemeinde auf 20 Prozent beschränken will, schiesse weit über das Ziel hinaus. 
Die Backpackers Villa Sonnenhof in Interlaken wurde am Montag in Dublin zum dritten Mal in Folgen mit dem «Hoscar» als bestes Hostel der Schweiz ausgezeichnet.
Die Schweiz soll an der Weltausstellung 2015 in Mailand mit hohen Silos vertreten sein. Die Jury hat «Confooderatio Helvetica» als Siegerprojekt bestimmt.
Berufspendler und Touristen bescheren dem Appenzellerland immer mehr Autoverkehr. Im vergangenen Jahr wurden auf den Ausserrhoder Kantonsstrassen im Durchschnitt 3,2 Prozent mehr Fahrzeuge gezählt. Das ist eine stärkere Zunahme als in den Jahren davor.
Am vergangenen Wochenende ging das 19. St. Moritzer Gourmet Festival zu Ende. Die Verantwortlichen zeigten sich erfreut über den grossen Erfolg. Trotz frostigen Temperaturen erschienen rund 4'000 Gäste im Oberengadin. Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Festivals auch der Nachwuchswettbewerb «Young Engadine Talents» ausgetragen.
Jetzt ist der Weg frei für die Festsetzung des Gestaltungsplans Uto Kulm. Wie die Baudirektion des Kantons Zürich am Freitag mitteilte, ist der Nutzungsvertrag von allen Parteien unterschrieben worden. Dies ist die Voraussetzung für den Gestaltungsplan.
Nachdem Billetts und Abonnements bereits im letzten Dezember aufgeschlagen haben, ist Ende dieses Jahres die nächste Runde fällig: Wer Bahn, Tram oder Bus fährt, muss tiefer in die Tasche greifen.
Die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) hat sich nur knapp dagegen ausgesprochen, das Lebensmittel-Gesetz an den Bundesrat zurückzuweisen.
Die Mehrheit der Schweizer Stimmberechtigten möchte offenbar nicht sechs Wochen Ferien pro Jahr. Das ergibt eine Umfrage von gfs.bern im Auftrag der SRG. Besser kommt Franz Webers Volksinitiative gegen den Zweitwohnungsbau an. 





Die Organisation Schweiz Tourismus will den Schweizer Ferientag und den Switzerland Travel Mart 2013 in Bern durchführen. Nun ersucht Bern Tourismus die Stadt und den Kanton Bern um einen Beitrag von je 0,3 Mio. Franken für die Durchführung des Grossanlasses.