Pro Bahn Schweiz, welche die Interessen der Reisenden im öffentlichen Verkehr vertritt, ist zwar erfreut über das Verhandlungsergebnis, aber dennoch nicht zufrieden. «Die Pille ist mit Zuckerguss versüsst worden», kommentierte Zentralpräsident Kurt Schreiber auf Anfrage die im Dezember bevorstehenden Preiserhöhungen.
Zeit für Klärung
Ziel von Pro Bahn sei, dass die Kunden einen Beitrag an die höheren Kosten leisten sollten, der unter der Teuerung liege. «Da die bevorstehende Erhöhung nun rund fünf Mal so hoch ist wie die Teuerung im Mittel pro Jahr, können wir nicht zufrieden sein.»
Sara Stalder, Geschäftsleiterin der Stiftung für Konsumentenschutz, sprach von einer «Atempause»: Mit der Vereinbarung für zwei Jahre habe der Rhythmus der jährlichen Preiserhöhungen «vorerst erfolgreich unterbrochen» werden können, schrieb sie in ihrem Blog. Das gebe Zeit, zu klären, wer für den ÖV künftig wie viel bezahlen solle.
Zahlen der SBB zeigten, dass der Verkauf von Generalabonnements 2011 stagniert habe und der Absatz von Halbtaxabonnements nach vielen Jahren des Anstiegs erstmals zurückgegangen sei, hielt Stalder fest. Grund dafür könnten die massiven Preisaufschläge bei diesen Abonnements sein.
«Bestrafung der Bahnreisenden»
In den Augen von Pro Bahn ist es eine «Bestrafung der Bahnreisenden», dass die Fahrgäste teilweise für die vom Bundesrat per Anfang 2013 erhöhten Trassenpreise aufkommen müssen. «Der Bund könnte diese 200 Millionen Franken selbst tragen», sagte Präsident Schreiber.
Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) forderte vom Bundesrat, auf die geplante zusätzliche Erhöhung der Trassenpreise zu verzichten und «die Tarife nicht weiter anzuheizen», wie er in einer Mitteilung schrieb. Umweltpolitisch sei es Unsinn, ausgerechnet das auf langen Strecken umweltgerechteste Verkehrsmittel einseitig zu verteuern.
BAV: Über 2 Milliarden für Unterhalt
Andreas Windlinger, Sprecher des Bundesamtes für Verkehr (BAV), erinnerte daran, dass der Bund ohnehin über 2 Milliarden Franken im Jahr allein in den Unterhalt des Schienennetzes investiere. Es entspreche dem politischen Willen, den Anteil der Kunden an der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs massvoll zu erhöhen.
Die Vorlage zur Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur (FABI), die das Parlament zurzeit berate, habe dieselbe Stossrichtung. Es sei gesetzlich vorgeschrieben, dass die Trassenpreise im Schienenverkehr die Grenzkosten deckten, also die Kosten, die ein Zug mit seiner Fahrt direkt verursacht.
Die Preisaufschläge an sich und die Vereinbarung mit dem Preisüberwacher kommentierte das BAV nicht. Es sei Sache der Transportunternehmungen, die Tarife festzusetzen, sagte Windlinger dazu. (npa/sda)
Siehe oben rechts «Einigung bei Tariferhöhungen»
In Frankreich werden Hotelsterne nach neuem System nicht mehr durch den Staat vergeben. Die Reform kommt nur schleppend voran, da sich Hoteliers wehren.
Auch ab 2013 können sich Hotels von der CO2-Abgabe befreien, aber die Spielregeln ändern: So gibt's Benchmarkgruppen im heutigen Sinn nicht mehr, dafür andere Anreize.
Die Promotoren des geplanten Resorts in Andermatt kämpfen mit Schwierigkeiten. Von einer Gefährdung des Projekts geht jedoch zurzeit kaum jemand aus.
Die Sozialpartner wollen Klarheit in die Finanzierung der Höheren Berufsbildung bringen. Dabei werden zwei Modelle geprüft: Die Angebots- und die Subjektfinanzierung.
Mit der Gruppierung «Seminarhotels mit Inspiration» lanciert die Marketingorganisation Schweiz Tourismus auf das kommende Jahr eine neue Hotelkooperation.
In Basel stören sich Tourismusvertreter ob Randständigen, die im Sommer den Bahnhofplatz in Beschlag nehmen. Andere Städte gehen mit diesem Problem anders um.




Die Online-Plattformen weekend4two.ch und perfectfor2.com liefern sich einen harten Kampf um Kunden. Die Hoteliers sind irritiert.
Während vier Wochen erfreuen die «Fêtes de Genève» die Genfer und die Touristen. Ein sehr willkommener Anlass auch für die Hoteliers der Rhonestadt, da im Sommer mit Geschäftstourismus wenig Geld zu verdienen ist.