Die Umsetzungsprotokolle der Alpenkonvention sorgten am letzten Tag der Winter-Session für heftige Diskussionen. Toni Brunner (SVP, SG), Präsident der vorberatenden Kommission, beantragte gar nicht erst auf die Vorlage einzutreten. «Die Protokolle sprechen nur von Schutz. Sie bilden keine Perspektive für Entwicklungen im Berggebiet», so seine Begründung. Problematisch sei auch die völkerrechtliche Verbindlichkeit. Die Schweizer Strategie für den Alpenraum müsse Vorrang haben. Die Ratslinke hingegen betonte, dass die Alpenkonvention die Wirtschaft nicht behindere. So sei der Tourismus in Österreich gewachsen, und Vorarlberg werbe sogar explizit mit dem Label Alpenkonvention. Auch Bundesrat Leuenberger machte sich für die Vorlage stark. Er fand jedoch kein Gehör. Der Nationalrat trat mit 97 zu 95 Stimmen nicht auf die Vorlage ein.
Ein Entscheid, der auf der Linie von hotelleriesuisse liegt. Der Verband hatte sich im Vorfeld der Debatte für eine Ablehnung der Protokolle eingesetzt. Mario Lütolf, Direktor des Schweizer Tourismus-Verbands, hatte zwar ebenfalls Vorbehalte zu einzelnen Protokollen, hätte aber eine Ratifizierung grundsätzlich begrüsst: «Es wäre für das Image unseres nachhaltig agierenden Alpen- und Tourismuslandes förderlicher gewesen, wenn sich das Parlament bezüglich Anliegen der Konvention solidarischer gezeigt hätte.» Das Geschäft geht nun wieder zurück an den Ständerat.
Weniger knapp als die Abstimmung zur Alpenkonvention fiel die Abstimmung zum teilrevidierten Raumplanungsgesetz aus. Die Nationalräte beschlossen mit 124 zu 53 Stimmen, die Kantone zu verpflichten, Massnahmen gegen den überbordenden Zweitwohnungsbau zu ergreifen. Vorgesehen ist, dass die Kantone in ihren Richtplänen Gebiete mit hohen Zweitwohnungsbeständen bezeichnen und dann mit geeigneten Massnahmen für ein ausgewogenes Verhältnis von Erst- und Zweitwohnungen sorgen. Der Ständerat berät die Revision im Frühling. Sie soll als indirekter Gegenvorschlag zur Zweitwohnungs-Initiative von Franz Weber dienen. Er will den Anteil der Zweitwohnungen in allen Gemeinden auf 20 Prozent beschränken.
Der Kanton Wallis wagt sich erneut an eine grosse Tourismusreform. Diesmal werden alle miteinbezogen, um einen Rückschlag wie beim Tourismusgesetz zu verhindern.
Wer schafft die Wahl in den Bundesrat? Und wer übernimmt welches Departement? Die Herbstsession steht ganz im Zeichen der Regierungsbildung.
Ein guter Winter und ein starkes Gruppenreisegeschäft führten zu einem guten ersten Halbjahr der Jungfraubahnen. Die Buchungen für den Herbst stimmen die Geschäftsleitung zuversichtlich.
Die Startpflöcke für den «Milestone. Tourismuspreis der Schweiz» sind gesetzt. Mit 110 Projekten bewerben sich in diesem Jahr so viele Teilnehmende wie noch nie für den begehrten Innovationspreis.
Die ausländischen Gäste sorgten im Juli 2010 für eine Zunahme der Logiernächte. Gegenüber Juli 2009 wurde insgesamt eine Zunahme um 5,3 Prozent registriert.
Literaten lieben schöne Hotels. Einst und heute. Jetzt laden die Swiss Deluxe Hotels 39 Autoren ein, über sie zu schreiben.
Der Bundesrat will Restaurants, die Mängel in der Lebensmittelhygiene aufweisen, publik machen. hotelleriesuisse wehrt sich gegen dieses Vorhaben.
Der Mehrwertsteuer-Einheitssatz stösst auf Widerstand. Die Wirtschaftskommission des Nationalrats will, dass der Bundesrat nochmals über die Bücher geht.
Die Weichen für einen zweiten Nationalpark sind gestellt. Der Bund unterstützt den «Parc Adula» finanziell.


In der Dezembersession des Parlaments sind mehrere Geschäfte traktandiert, die den Tourismus betreffen. Hier finden Sie die Entscheide, laufend aktualisiert.
Bei Rivera auf dem Monteceneri wird derzeit für 85 Millionen Franken der «Acquaparco Ticino» gebaut. Die Eröffnung ist für das Jahr 2012 geplant.
Die Managementgesellschaft Arabella Starwood Hotels & Resorts wird aufgelöst. Zwei Top-Manager verlassen die Arabella Hospitality Group.