Dass die Schweiz Mitglied der im letzten Dezember gegründeten europäischen Hotelstars-Union ist, bringt den Hoteliers Vorteile. Jeder Hotelier kann sich nun in jenen Bereichen Punkte holen, die seiner Positionierung entsprechen (htr vom 17.12.08). Eingeführt wird das neue System in der Schweiz am 1.1.2011. Bis Juni 2010 wird der Kriterienkatalog bereinigt, bis im September in die Vernehmlassung geschickt und im November soll er an der Delegiertenversammlung verabschiedet werden.
Die harmonisierte Klassifikation ist einfacher, transparenter, moderner und dynamischer. «Und fairer für den Hotelier, da wir nicht mehr alle Häuser über eine Stange brechen», betont Thomas Allemann, Leiter Mitgliederservice und Klassifikation bei hotelleriesuisse. «Wir nehmen auf die Stärken der einzelnen Hotels Rücksicht und belohnen sie dafür, wie und wo sie im Markt stehen.» Belohnung statt Bestrafung also. Killerkriterien wie obligatorische Zimmergrösse fallen weg. Auch wird nicht mehr zwischen Einzel- und Doppelzimmer unterschieden. Und das Badezimmer gilt als Teil der gesamten Zimmerfläche.
Die schweizerischen Eigenheiten werden beibehalten
Der Kriterienkatalog ist in allen teilnehmenden Ländern zwar grundsätzlich einheitlich, doch bezüglich Sicherheit setzt hotelleriesuisse strengere Standards als die Hotelverbände anderer Länder. «Das macht Sinn, denn die Schweiz positioniert sich seit jeher als sicheres Land.» Betriebe, die die vorgeschriebenen Sicherheitsbedingungen nicht einhalten wollen, werden nicht klassifiziert, so Allemann. Höher sind auch die Anforderungen in Sachen Nachhaltigkeit: «Wir wollen Betriebe, die sich sozial, ökologisch und ökonomisch engagieren», sagt Allemann. Die erweiterten Basiskategorien wie Berggasthöfe und Backpackers sowie die typisch schweizerischen Spezialisierungen wie Kidshotels, Wellnesshotels und Historische Hotels werden beibehalten. «Künftig wollen wir statt 17 etwa 8 marktfähige Spezialisierungen», präzisiert Allemann. «Sie helfen dem Hotelier, sich zu positionieren und durch Schweiz Tourismus vermarkten zu lassen.»
Softkriterien miteinbezogen
Vermehrt gewichtet die neue Klassifikation Softkriterien. So werden auch Gästebewertungen mit einbezogen. Mit Softfaktoren kann sich der Hotelier viele Punkte holen und dafür auf Angebote und Dienstleistungen verzichten, die nicht zu seiner Positionierung passen.
Was heute 3-, 4-, und 5-Sterne-Hotels vorbehalten ist, soll ab Januar 2011 auch für das 1- und 2-Sterne-Segment sowie für Garnihotels offenstehen: der Superior-Zusatz. hotelleriesuisse zeichnet also die besten aller Kategorien aus.
«Durch diese Neuerungen gelingt es hotelleriesuisse, eine bisher nationale Branchenlösung in ein international anerkanntes vernetztes System mit 130 Millionen potenziellen Zielgästen zu überführen», hält Allemann fest. «Eine internationale Branche wie der Tourismus erfordert auch ein internationales Klassifikationssystem.»
Tourismusorten entgehen oft Kurtaxen bei Zweitwohnungen. Bereits eine Umstellung auf Pauschalbesteuerung brächte Mehreinnahmen und weniger Kontrollaufwand.
Das Tourismusjahr 2010 begann harzig im Südkanton. Nun sollen die Kurtaxen erhöht und das kantonale Tourismusgesetz mittelfristig grundlegend reformiert werden.
Die Pilatus-Bahnen investieren 30 Mio. Franken auf und am Pilatus. Davon rund ein Drittel ins umgebaute Hotel Pilatus-Kulm, das am 1. August eröffnet wird.
Engadin St.Moritz hat mit der Hochschule Luzern ein Event-Management-System entwickelt. Das Ziel: Die Gelder sollen nur an Events fliessen, die zur Positionierung passen.
Statt des ursprünglich geplanten Gourmetlokals soll im obersten Stockwerk des höchsten Zürcher Gebäudes nun ein dreiteiliges Gastro-Konzept verschiedenste Gäste anziehen.
Der Weissenstein, zurzeit ohne Bergbahn, wird ab Samstag mit dem Bus erschlossen. «Der Berg lebt», freut sich Solothurns Tourismusdirektor Jürgen Hofer.


Der Bundesrat will mit einem Einheitssatz von 6,2% die Mehrwertsteuer vereinfachen. hotelleriesuisse begrüsst dies grundsätzlich.
Bundespräsidentin Doris Leuthard über die neue Tourismusstrategie des Bundes.