zweitwohnungen
24.01.2012
Walliser Regierung gegen Initiative
Saas-Fee
Saas-Fee (© Swiss-Image)
Die Walliser Kantonsregierung spricht sich gegen die eidgenössische Volksinitiative «Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen» aus. Sie befürchtet, dass Tourismuskantone wie das Wallis bei Annahme der Initiative wirtschaftlich in Bedrängnis kommen.

Das Wallis habe schon vor Jahren die Nachteile erkannt, welche die Zweitwohnungen mit sich bringen würden. So seien bereits entsprechende Massnahmen ergriffen worden, schreibt die Walliser Exekutive am Dienstag in einem Communiqué.
 
Sie verweist dabei etwa auf rund fünfzehn Tourismusgemeinden, darunter Crans-Montana, Zermatt oder Saas-Fee, welche Quoten oder Kontingente für den Zweitwohnungsbau eingeführt haben.
 
Im Rahmen der Regionalpolitik unterstütze der Kanton zudem Projekte im Bereich der Hotellerie wie auch solche zur besseren Auslastung von Zweitwohnungen, heisst es weiter.
 
Für die Walliser Regierung reicht daher das jüngst revidierte Bundesgesetz über die Raumplanung völlig aus, um den Zweitwohnungsbau zu steuern.
 
Bei der Annahmen der Initiative befürchtet die Exekutive nicht nur «eine Verwässerung des Föderalismus und der Autonomie der Kantone und Gemeinden.» Sie sieht vielmehr die «Wirtschaft in den Bergregionen in Gefahr». So weist sie denn auch «auf die volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus» für den Kanton hin.

Über die Vorlage entscheidet das Volk am 11. März. (npa/sda)

  
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