«Wir haben für die Sommerkampagne zwar das Motto ‹Wasser› gewählt, aber das war natürlich nicht in Form von Regen gemeint», sagte Schmid im Interview mit der «Neuen Zürcher Zeitung» (publiziert auf nzz.ch). «Es wird ein schlechter Sommer», prognostizierte Schmid auch im Interview mit der «Aargauer Zeitung».
Eine Wende sieht er noch nicht. «Wir stecken in einem schwierigen Sommer, und der kommende Winter wird maximal eine stagnierende Zahl Logiernächte bringen», so Schmid im Gespräch mit der NZZ. «Die jetzt wieder leicht stärkeren Währungen wie Pfund und Dollar sind ein Hoffnungsschimmer.»
Selbst wenn sich der Wechselkurs entspannt, wird sich dies erst mit einer Verzögerung von vier bis sechs Monaten auswirken, führte der Direktor von Schweiz Tourismus in der «Aargauer Zeitung» aus. Zudem müssten Schweizer Hotels im internationalen Vergleich unabhängig vom Kurs deutlich teurer produzieren.
Die Angebote in der Schweiz beurteilt Schmid aber mehrheitlich als gut. «Es ist wie in anderen Branchen auch: Ein Drittel ist wirklich spitze, ein Drittel ist gut und ein anderes Drittel der Anbieter müsste sich bewegen oder aus dem Markt austreten», sagte Schmid in der «Aargauer Zeitung».
Über Kooperationen Nachteile kompensieren
Ohnehin gibt es für ihn momentan zu viele Hotels. Die neue Ausgangslage mit dem starken Franken führe zu einem Strukturwandel. «Es braucht nun Fusionen von Hotels, denn es gibt zu viele kleine Betriebe. Fast 60 Prozent der alpinen Hotels haben 20 oder weniger Zimmer», sagt der Schweizer Tourismusdirektor der «NZZ».
«Der Strukturwandel ist seit Längerem im Gange und dürfte durch die aktuelle Frankenstärke noch beschleunigt werden», heisst es bei hotelleriesuisse, dem Unternehmerverband der Schweizer Hotellerie auf Anfrage der htr hotel revue. Auf Grund der hohen Kosten sei es gerade für kleinere und mittlere Hotelbetriebe schwierig, genügend preisgünstig zu produzieren, um im internationalen Vergleich konkurrenzfähig zu sein, präzisiert Thomas Allemann, Leiter Mitgliederservice und Klassifikation von hotelleriesuisse.
Um Kosten beim Einkauf zu sparen und die Marketingmittel zu bündeln, sieht Allemann in Kooperationen, «beispielsweise durch eine Zusammenarbeit mit ähnlich gelagerten Betrieben», Möglichkeiten für den Hotelier, allfällige Nachteile eines Kleinbetriebs zu kompensieren. «Hier muss bei den Betrieben teilweise noch ein Umdenken stattfinden», fügt Allemann hinzu (npa/sda)
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