Die drei Partner wollen laut Communiqué der zb vom Dienstag den GoldenPass weiterführen. Angestrebt wird eine möglichst optimale Fahrplangestaltung. Ab 2017 soll das Umsteigen in Zweisimmen entfallen. Die Fahrgäste müssen dann nur noch in Interlaken den Zug wechseln. Am GoldenPass sind neben der Zentralbahn die BLS und die Montreux-Berner-Oberland-Bahn (MOB) beteiligt.
Bei den neuen Zügen der zb handelt es sich um vier siebenteilige («Adler») sowie sechs dreiteilige Kompositionen («Fink»). Panoramafenster, Klimatisierung, Kundeninformationssystem und ein Bistro gehörten zum Standard der «Adler», heisst es in der Medienmitteilung. Sie fassen 317 Passagiere.
Die dreiteiligen «Fink»-Züge haben eine Kapazität von 147 Personen. Sie werden in Spitzenzeiten zur Verstärkung der «Adler», aber auch auf den S-Bahn-Strecken 4 und 5 eingesetzt.
Ab 2014 alle neuen Züge in Betrieb
Die ersten drei neuen Zugskompositionen sind bereits ausgeliefert. Sie werden voraussichtlich Ende Jahr in Betrieb genommen. Die andern Züge werden bis Ende 2013 geliefert. Ab Fahrplan 2014 verkehren auf der Brünigstrecke dann ausschliesslich die neuen Züge.
Wie zb-Geschäftsführer Renato Fasciati auf Anfrage erklärte, bringt das neue Zugsmaterial zwischen Luzern und Interlaken eine 20-prozentige Effizienzsteigerung. Es handle sich um einen Quantensprung. Unter anderem können die neuen Züge schneller fahren.
Ausserdem handelt es sich um Pendelzüge, so dass die Züge in den Sackbahnhöfen nicht mehr gewendet werden müssen. Es braucht auch keine Lokwechsel mehr. Schliesslich trägt auch der neue Tunnel in Luzern (Tieferlegung des zb-Trassees) zur Effizienz bei.
Ein Novum der von der schweizerischen Stadler Rail gebauten Züge sind laut Fasciati die verstellbaren Zahnräder. Der Verschleiss kann damit geringer gehalten und die Laufzeit um das Dreifache erhöht werden. Das alte Rollmaterial wird laut Renato Fasciati teilweise ausrangiert. Die andern Wagen werden umgebaut und modernisiert. (npa/sda)
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