Im Kanton Zürich legten fast 71 Prozent der Stimmenden ein Nein ein. 100'480 sagten Nein zur Initiative, 242'274 hiessen sie gut. Die Stimmbeteiligung lag bei 40,6 Prozent.
Damit bleibt im Kanton Zürich in Sachen Einkaufen alles beim Alten: Tankstellenshops, Geschäfte an Bahnhöfen und am Flughafen sowie Familienbetriebe können in einem gewissen Rahmen an Sonn- und Feiertagen offen halten. Alle anderen Geschäfte müssen abends und – mit Ausnahme bewilligter Sonntagsverkäufe – an Sonn- und Feiertagen geschlossen bleiben.
Allerdings: Auch wenn die Initiative angenommen worden wäre, hätte sich aufgrund der schweizweit geltenden Regelung der Sonntagsarbeit konkret kaum etwas verändert.
Zeichen nach Bundesbern
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund pochte darauf, dass das «starke Zeichen aus Zürich gegen die schrankenlose Ladenöffnung» auch in Bundesbern gehört werde. Vorab sei es nun am Ständerat, den Nationalratsentscheid für die Arbeit rund um die Uhr in Tankstellenshops zu korrigieren.
Auch die Luzernerinnen und Luzerner wollen keine längeren Ladenöffnungszeiten. Kantonsweit müssen die Läden samstags weiterhin um 16 Uhr schliessen. Die Stimmberechtigten haben eine Revision des Ladenschlussgesetzes mit 60'966 Nein zu 50'873 Ja abgelehnt. Die Stimmbeteiligung betrug 44,1 Prozent.
Die Vorlage sah zudem vor, die Ladenschlusszeiten vor Feiertagen (Ausnahmen: Feiertage, die auf Sonntage fallen sowie Weihnachten und Neujahr) von 17 Uhr auf 18.30 Uhr zu verschieben. Eine dritte Neuerung hätte den Abendverkauf in Fusionsgemeinden betroffen.
Im Kanton Luzern war bereits vor sechs Jahren eine Vorlage zu den Ladenschlusszeiten gescheitert. Allerdings hatte es sich damals um eine
weitergehende Liberalisierung gehandelt. Eine totale Liberalisierung fordert eine hängige Initiative der Jungfreisinnigen, die im Januar eingereicht worden ist. (npa/sda)
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Das Schweizer Volk lehnte die AUNS-Initiative «Staatsverträge vors Volk» mit 75,3 Prozent Nein-Stimmen ab. – Zürich und Luzern verwerfen längere Ladenöffnungszeiten. Der Schwyzer Naturpark erlitt eine deutliche Abfuhr. – Arosa fusioniert mit sieben weiteren Gemeinden.
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