Bundesrat Hans-Rudolf Merz kann eines seiner grössten Reformvorhaben – die Einführung eines Einheitssatzes von 6,5 Prozent bei der Mehrwertsteuer – nicht mehr selber ins Trockene bringen. Der Finanzminister tritt im Oktober zurück, das Parlament befasst sich aber wohl erst in der Wintersession im Dezember wieder mit dem Thema. Die Wirtschaftskommission des Nationalrats (WAK) ist am Dienstag zwar auf die Vorlage eingetreten. Sie beantragt ihrem Rat aber mit 12 zu 10 Stimmen, das Geschäft an den Bundesrat zurückzuweisen, um ein Zwei-Satz-Modell auszuarbeiten. «Es geht darum, dass das Parlament zwei Varianten miteinander vergleichen kann. Ich persönlich bin der Meinung, dass der Einheitssatz politisch nicht mehrheitsfähig ist», führt Kommissionspräsident Hansruedi Wandfluh aus.
Beim Zwei-Satz-Modell geht man zurzeit davon aus, dass der Normalsatz bei 7,6% bleibt. Der reduzierte Satz würde 3,2% betragen. Das wäre höher als der heute geltende Satz von 2,4%, aber tiefer als der Sondersatz für die Hotellerie von 3,6%. «Wir möchten die Nahrungsmittel, das Gastgewerbe und die Beherbergung dem reduzierten Satz unterstellen», stellt Hansruedi Wandfluh klar. Ausschlaggebend für diesen Entscheid sei gewesen, dass die Kommissionsmitglieder gleiche Spiesse für alle schaffen wollten. Wandfluh räumte aber auch ein, dass wohl der eine oder andere an die Volksinitiative der Wirte gedacht habe, die ein Ende der Diskriminierung bei der Mehrwertsteuer fordert. Heute werden Speisen in Restaurants mit 7,6% versteuert, Speisen in Take-aways und in Läden mit 2,4%.
hotelleriesuisse ist vor allem froh darüber, dass die Diskussion weitergeführt wird. «Wir sind nach wie vor der Meinung, dass der Einheitssatz die richtige Lösung ist, um den Wirtschaftsstandort zu stärken», hält Marc Kaufmann, Leiter Wirtschaft und Recht, fest. «Wenn aber das Zwei-Satz-Modell auf dem Weg zum Einheitssatz nötig ist, dann ist das für uns auch in Ordnung.»
Berechnungen der Bundesverwaltung haben unterdessen ergeben, dass der Einheitssatz nur gerade bei den Garni-Hotels und den 5-Sterne-Hotels eine höhere Steuerbelastung bringt. Aber selbst bei einem 5-Sterne-Hotel würde sie bei einer durchschnittlichen Übernachtung nur gerade drei Franken ausmachen.
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Im Seilziehen um die berühmte Therme in Vals (GR) hat am Dienstag eine Gruppe Einheimischer ein Kaufangebot angekündigt. Beteiligt ist der ehemalige Verwaltungsratspräsident der Therme, Pius Truffer. Damit wetteifern nun drei Parteien um das Bad.
Die Obwaldner Regierung hat das neue Tourismusgesetz und die Tourismusverordnung dem Kantonsrat überwiesen. Gegenüber dem ersten Entwurf werden die Beherberger deutlich entlastet. Dagegen wird die Restauration höher belastet. Die Vorlage wird im März 2012 beraten.
Die Schweizer Käsebranche hat dem starken Franken getrotzt und 2011 mehr Käse exportiert als im Vorjahr. Zugelegt haben vor allem kleine Spezialitäten wie Berg- und Alpkäse. Die bekannten Sorten wie Appenzeller hingegen büssten ein.
Die Bündner Regierung empfiehlt die Ablehnung der Volksinitiative zur Einschränkung des Zweitwohnungsbaus. Das Volksbegehren, das den Anteil der Ferienwohnungen in jeder Gemeinde auf 20 Prozent beschränken will, schiesse weit über das Ziel hinaus. 
Die Backpackers Villa Sonnenhof in Interlaken wurde am Montag in Dublin zum dritten Mal in Folge mit dem «Hoscar» als bestes Hostel der Schweiz ausgezeichnet.
Die Schweiz soll an der Weltausstellung 2015 in Mailand mit hohen Silos vertreten sein. Die Jury hat «Confooderatio Helvetica» als Siegerprojekt bestimmt.
Berufspendler und Touristen bescheren dem Appenzellerland immer mehr Autoverkehr. Im vergangenen Jahr wurden auf den Ausserrhoder Kantonsstrassen im Durchschnitt 3,2 Prozent mehr Fahrzeuge gezählt. Das ist eine stärkere Zunahme als in den Jahren davor.
Am vergangenen Wochenende ging das 19. St. Moritzer Gourmet Festival zu Ende. Die Verantwortlichen zeigten sich erfreut über den grossen Erfolg. Trotz frostigen Temperaturen erschienen rund 4'000 Gäste im Oberengadin. Zum ersten Mal wurde im Rahmen des Festivals auch der Nachwuchswettbewerb «Young Engadine Talents» ausgetragen.
Jetzt ist der Weg frei für die Festsetzung des Gestaltungsplans Uto Kulm. Wie die Baudirektion des Kantons Zürich am Freitag mitteilte, ist der Nutzungsvertrag von allen Parteien unterschrieben worden. Dies ist die Voraussetzung für den Gestaltungsplan.





Nachdem Billetts und Abonnements bereits im letzten Dezember aufgeschlagen haben, ist Ende dieses Jahres die nächste Runde fällig: Wer Bahn, Tram oder Bus fährt, muss tiefer in die Tasche greifen.
Die Gesundheitskommission des Nationalrates (SGK) hat sich nur knapp dagegen ausgesprochen, das Lebensmittel-Gesetz an den Bundesrat zurückzuweisen.