In China ist Bambus ein Symbol für ein langes Leben. Und in Indien steht das Gewächs als Zeichen der Freundschaft. In Japan gilt frischer grüner Bambus als Symbol der Reinheit, weil er sehr gerade wächst. Am Jahresende stellen die Japaner traditionell auf jeder Seite der Eingangstüre ein Gebinde aus Bambusrohren und Kiefernzweigen, das Glück bringen soll.
Auch wenn in einheimischen Gärten und auf Terrassen immer häufiger Bambus gepflanzt wird: Ursprünglich ist es eine tropische bis subtropische Pflanze. Allein in China kommen 500 Sorten von Bambus vor.
Die Pflanze gehört zu denjenigen Gewächsen, welche von den Menschen weltweit am meisten genutzt werden. Und zwar auf ganz unterschiedliche Weise: Aus den Bambusröhren entstehen beispielsweise Rahmen für Fahrräder, Musikinstrumente, Blasrohre, Pinsel, Regenschirmstöcke, Möbel oder auch Baugerüste. Und auch in der Küche kommt Bambus zur Anwendung: Frisch geerntete Bambussprossen werden gerne als Gemüse gegessen.
Bambus ist ausserdem eine besondere Pflanze, weil sie ausserordentlich schnell wächst: In 45 bis 60 Tagen kann sie bis zu 25 Meter hoch werden. Ahnungslose Hobbygärtner unterschätzen die ungeheure Wachstumskraft mancher Bambussorten oft. Mit einer Sperre im Boden kann man die wachstumsfreudige Pflanze an der Ausbreitung hindern.sw

