dolce vita
01.07.2010
Um Gastro-Gutscheine wird «gedealt»
Die Anzahl Leute macht’s: Das neue Rabatt-System aus Zürich.
Die Anzahl Leute macht’s: Das neue Rabatt-System aus Zürich. (© zvg/htr)
Ein neues Rabatt-System aus Zürich lässt sich auf einen Handel mit Internetnutzern ein.
samira zingaro

Gutschein-Systeme haben Hochkonjunktur. Nun will sich ein neues Rabatt-Konzept aus Zürich behaupten, das Nachlässe für Gastro-Angebote, in Wellnessbetrieben oder Events ermöglicht. Dies nur, wenn genügend Personen mitmischen. Deindeal.ch heisst die Plattform. Der Kern der Sache: Via soziale Netzwerke bieten Internetnutzer auf Gutscheine mit 50 bis 70 Prozent Vergünstigung pro Angebot. Aktuelles Beispiel aus Bern: «Gedealt» wird um acht Gutscheine (49 statt 99 Franken) für River-Rafting auf der Lütschine bei Interlaken. Der Handel kommt nur zustande, wenn sich ausreichend Internetuser daran beteiligen – ansonsten verfällt er. In Zürich ist die Seite seit Ende März aktiv, neu kommen Basel, Bern, Luzern, St.Gallen sowie Winterthur hinzu.

Wie viele User auf einen Gutschein bieten müssen, hängt vom Angebot ab. Auch wie lange ein Rabatt aufgeschaltet ist. Mindestens 20 Personen müssen mitbieten. «Die Zahl ist ein spielerisches Element des Konzepts. Das steigert die Rivalität, was mehr Spass macht», sagt Co-Geschäftsführer Adrian Locher. Bei den meisten Deals böten um die 100 Personen. Er und sein Geschäftspartner Amir Suissa stammen aus der Internetbranche, Locher hat zuletzt eine Internetagentur aufgebaut.

Der Slogan «Exklusiver Lifestyle» solle Programm sein, sagt Locher. «Wir bieten keine Gutscheine von Restaurants 2. Klasse oder von Kebab-Ständen.» Die Adressen würden sorgfältig geprüft. 60 Prozent des Umsatzes nehmen Locher und Suissa ein. Den Rest zahlen die Unternehmer nach 20 Tagen den Anbietern. «Ein beachtlicher Teil der Gutscheine wird nie eingelöst», weiss der Internetexperte. «Deindeal.ch bringt keinen Umsatz, aber gutes Marketing.» So werden die Deals etwa mit dem Newsletter vom Online-Shopping-Club Fashion Friends verschickt (140000 Postfächer). Ausserdem ist das System auf Seiten wie local.ch, Facebook, Twitter oder im täglich tausendfach versendeten Newsletter ronorp.ch aufgeschaltet. Für Zürich bilanziert das Jungunternehmen Positives: Seit dem Start Ende März gingen über 3000 Gutscheine weg. Als weiteren Schritt planen Locher und Suissa den Sprung über den Röstigraben nach Genf und Lausanne.

  
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kommentare zu diesem artikel

Hotel Deals rausfiltern von Sascha (11.08.2011 13:35:50)
Was ich in diesem Zusammenhang auch noch spannend finde, sind die neuen Filter Funktionen der Deal Übersicht www.dealkompass.ch:
Da lassen sich..
1. mit einem Klick alle Hotel Deals rausfiltern udn
2. auf einer Karte anzeigen.

Cooles feature!


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