Ernst Bromeis, Sie sind jetzt seit zwei Wochen unterwegs. Wie lautet Ihr Zwischenfazit?
Was ich bisher erleben durfte, ist einfach genial, wirklich super. Ich verspüre eine grosse Genugtuung. Wir hatten extremes Glück mit dem Wetter, es gab keinen Unfall…es könnte so vieles schief laufen. Da muss ich wirklich «Holz alange».
Ist alles so gelaufen, wie Sie sich das vorgestellt hatten?
Ich wusste, dass mein Team super ist und wir tolle Partner haben. Die ganze Organisation des Projekts ist wirklich eine riesen Kiste. Dass das Logement überall organisiert ist, dass die Begleitung der Rettungsboote so gut klappt, die komplizierte Logistik mit dem Container funktioniert...das fasziniert mich. Auch dass wir einige Aufmerksamkeit von den Medien gekriegt haben, ist natürlich toll.
Und was ist mit Ihrer sportlichen Leistung?
Körperlich habe ich es mir weniger hart vorgestellt. Weil wir meistens vor Sonnenaufgang losgehen, komme ich nicht zu viel Schlaf. Klar könnte ich auch jeweils erst um elf Uhr starten, aber das würde das gesamte Projekt gefährden. Das Schöne ist: Ich hatte eine Vorstellung vom Ganzen, und die konnte ich bisher umsetzen.
Sie haben praktisch jeden Tag in einem anderen Hotel übernachtet. Wie waren Ihre Eindrücke?
Grundsätzlich war alles super. Klar erlebst du alles Mögliche, aber schlecht war nichts davon. Hotels sind wie Menschen: Die einen empfangen dich mit offenen Armen, und die anderen geben dir einfach die Hand und sind nett.
Sie haben auch in einigen sehr luxuriösen Hotels übernachtet. Hatten Sie überhaupt Zeit, das zu geniessen?
Nein. Aber ich bin ja nicht unterwegs, um Ferien machen. Das Essen habe ich genossen, und es gab schöne Momente, wenn ich in einem Hotel in Empfang genommen wurde. Aber von den Räumlichkeiten, nein, davon habe ich nicht viel mitgekriegt.
Sie sagen, Sie haben nie viel geschlafen. Woher nehmen Sie all die Energie?
Ich habe mir noch kein einziges Mal überlegt, warum ich das hier eigentlich tue. Was ich mache, ist für mich absolut sinnvoll. Und jedesmal, wenn wieder etwas geklappt hat, gibt mir das neue Kraft. Der Wille weiterzumachen kommt vor allem auch daher, dass viele Leute Verständnis haben für das Projekt und mich unterstützen. Wie meine Frau Cornelia. Als ich meine grossen Krisen hatte, machte sie mir nie Vorwürfe oder sagte mir, ich sei selber Schuld. Das ist sehr wertvoll.
Wenn Sie auf die nächsten drei Wochen blicken, worauf freuen Sie sich?
Darauf, die Schweiz zu durchqueren, weiterzugehen nach Bern, dann ins Engadin…es wird jetzt dynamischer. Auch der Ablauf wird weniger streng, ich freue mich, dass die Schwimmstrecken etwas kürzer werden. Und bin gespannt, ob mich all die Leute besuchen werden, die es versprochen haben. Dann freue ich mich auf all die Bilder des Projekts. Wenn weiterhin alles so gut geht, haben wir am Ende eine einzigartige Dokumentation über das Wasserland Schweiz.
Die Pfortenhalle des Klosters St. Johann in Müstair (GR) ist restauriert worden. Im Rahmen dieser Arbeiten wurden auch ein Teil der Renaissance-Wandmalereien freigelegt.
Eine Tasse Café crème kostet im Deutschschweizer Schnitt erstmals über 4 Franken. Der Branchenverband Cafetiersuisse führt diesen Preisanstieg auf die Sozialkosten und die seit Jahresbeginn höhere Mehrwertsteuer zurück.
Nach der Berner Stadtregierung fordert nun auch der Gemeinderat von Köniz, dass der Flughafen Bern-Belp die Flugbewegungen auf 65'000 pro Jahr beschränkt. Der Flughafen indes vermeldet, dass mit 160'000 Passagieren bereits im Oktober das Jahresziel erreicht wurde.
Mit «Oona» - keltisch für «das Aussergewöhnliche» - ist in der Schweiz erstmals ein inländischer Kaviar erhältlich. Produziert wird die Delikatesse in Handarbeit vom Tropenhaus Frutigen BE.
Die Gurtenbahn wälzt die Idee, am Berner Hausberg eine Sommerrodelbahn zu bauen. Damit will sie zusätzliche Erträge erwirtschaften, um ihre Schulden abzubauen. Falls die Bahn gebaut wird, dann wahrscheinlich dort, wo heute eine Sprungschanze steht.
Um den Tourismus im Kanton Glarus anzukurbeln, reicht nach Meinung der Kantonsregierung ein befristetes Mandat für Produktmanagement. Eine kantonale Tourismusorganisation zu schaffen, mache zur Zeit keinen Sinn.
Die Werbemittel von Graubünden Ferien (GRF) sind angesichts der Frankenstärke verdoppelt worden. Dafür schicken die Bündner noch mehr Werbe-Steinböcke auf die Jagd nach Feriengästen. Zudem spannen praktisch alle bekannten Ferienorte mit der Marketingorganisation GRF zusammen.
In der Saison 2011 verzeichnete die BLS Schifffahrt einen massiven Rückgang der Frequenzen. Sie rechnet mit einem Defizit von über 1,5 Mio. Franken.
Die geplante Seilbahn vom Bahnhof Stettbach zum Zoo Zürich ist einen Schritt weiter: Die Baudirektion hat in einem Gestaltungsplan die Grundlagen für das Projekt definiert. Darauf basierend wird das Projekt nun weiterverfolgt.
Ein erhöhter Liftschacht auf dem Klein Matterhorn empört Umweltorganisationen wie SAC, WWF, Mountain Wilderness und die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Sie haben Beschwerde eingelegt und verlangen, dass der ausgebaute Liftschacht wieder abgebrochen wird.




Wir begleiten Ernst Bromeis auf seiner Reise durch die Schweiz und berichten im Juli täglich. Zum einen schreiben wir über den Schwimm-Marathon des Churers, zum anderen über Spannendes aus den Regionen oder den Hotels, welche der 42-Jährige besucht.
Mit dem Bau des Luxus-Resorts Aminona bei Crans-Montana (VS) darf noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht hat der Beschwerde von Tier- und Umweltverbänden die aufschiebende Wirkung erteilt.
Für die Schweizer Übernachtungsindustrie sieht die anstehende Wintersaison düster aus. Die Konjunkturforscher von BAK Basel prognostizieren dem Sektor einen Rückgang um 2,6 Prozent. Die Übernachtungen von Ausländern dürften gar um 4,2 Prozent zurückgehen.