aktuell
12.08.2010
Griff in die Kasse hat Folgen
Die Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG beklagt Unregelmässigkeiten in der Finanzbuchhaltung. Das Jahresergebnis wird dadurch wohl negativ beeinflusst.
Daniel Stampfli

Die Verfehlungen des Finanzbuchhalters seien «noch gravierender als ursprünglich angenommen», schreiben die Bergbahnen Titlis Rotair in einer Medienmitteilung. Die Überprüfung der Bücher habe ergeben, dass bereits im Geschäftsjahr 2008/09 unberechtigterweise Geldmittel nach Asien transferiert wurden. Die gesamte heute bekannte Deliktsumme belaufe sich auf 10,4 Mio. Franken. Noch nicht bekannt sei die Schadensumme, da offen sei, welcher Anteil der Gelder zurückgeführt werden könne.

Die Höhe der gesamten Verfehlungen habe jedoch die finanzielle Basis der Bahnunternehmung geschwächt. Es sei unumgänglich geworden, im Zusammenhang mit den Bauarbeiten in Form von zwei neuen Beschneiungsanlagen sowie der Sanierung der Standseilbahn Engelberg-Gerschnialp einen Überbrückungskredit aufzunehmen. Nur so habe die Liquidität der Unternehmung gewährleistet werden können.

Betrieblich entwickle sich das laufende Geschäftsjahr «hoch erfreulich», wird weiter mitgeteilt. Nachdem das Winterhalbjahr mit einem neuen Rekordergebnis abgeschlossen wurde, werde eine «sprunghaft positive Frequenzentwicklung in den Sommermonaten» festgestellt. Für das laufende Jahr rechnet die Unternehmensleitung laut Medienmitteilung mit einem «absoluten betrieblichen Rekordergebnis», welches jedoch voraussichtlich durch die bekannten Verfehlungen beeinträchtigt werde.

  
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