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12.08.2010
Schweizer trinken immer mehr ausländisches Bier
Im Jahr 2009 wurden 93Millionen Liter Bier importiert – so viel wie nie zuvor. Gegenüber 2000 entspricht dies einer Zunahme von 60%.
Daniel Stampfli

Während die Obergrenze der in die Schweiz importierten Biere in den 90er-Jahren bei 70Millionen Litern lag, legten die Bierimporte seit dem Jahr 2000 unablässig zu. So weitete sich die Menge in dieser Zeit um 60% aus, jährlich um durchschnittlich 5,4%. Die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) erklärt diese Importentwicklung vor allem damit, dass die Verbraucher zusehends an einer breiteren Palette unterschiedlicher Biere Geschmack finden. Von den rund 57 Litern, die jährlich je Einwohner konsumiert werden, fallen 12 Liter auf Importbier.

Ein wichtiger Faktor für die Importentwicklung beim Bier ist laut EZV auch der Preis. Belief sich der Preis an der Grenze im Spitzenjahr 1993 noch auf durchschnittlich 1,56 Franken je Liter, tauchte dieser im Jahre 2002 auf 1,11 Franken und bewegt sich seit 2007 um 1,20Franken. Zum «Preis an der Grenze» kommen Zölle, die Biersteuer sowie die Mehrwertsteuer hinzu. Zusammen mit den entsprechenden Margen ergibt sich dann der Verkaufspreis.

Geografisch dominieren drei Brau-Länder als Lieferanten: Deutschland, Frankreich und Portugal, die im Jahr 2009 zusammen rund 80% der Sendungen abdeckten. Deutschland lässt dabei den anderen mit einem Anteil von 48,7% nur wenige Tropfen übrig. Zudem wuchs der Anteil Deutschlands im letzten Jahrzehnt unaufhörlich. Die Dynamik ergibt sich zum Teil aus der preislichen Attraktivität des deutschen Bieres. Auf Frankreich und Portugal entfielen 17,5 respektive 12,3% der Importe. Weiter rangieren Belgien (5,4%), Österrreich (4,2%) und Tschechien (1,7%).

  
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