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07.06.2012
Die gebauten Wahrzeichen faszinieren weltweit
Die berühmte Skyline von Sydney.
Die berühmte Skyline von Sydney. (Bild: zvg)
Ein Blick auf die weltweit vorhandenen USPs zeigt erstens eine unglaubliche Vielfalt. Und zweitens, dass man diese USPs kaum objektiv bewerten kann.
Renate Dubach

Wer zuhause sitzt und an USPs weltweit denkt, erinnert sich höchstwahrscheinlich an eine Kategorie zuerst: die architektonische. Es müssen gar nicht heute noch nutzbare Bauten sein, Ruinen tun es auch, ganze Landschaften in Schottland leben davon. Brücken, Türme aller Art, auch ein schiefer, gehören auch dazu. Ein Parisbesuch ohne Blick zum Eiffelturm, ein Kurztrip nach London ohne beim Big Ben zu schauen, wie spät es ist, den Weg nach Rom unter die Füsse nehmen und kein Auge auf das Kolosseum werfen? Geht wohl kaum. Wie speziell wäre das Stadtbild von Barcelona ohne die Gebäude von Antoni Gaudí?

Sydneys Opernhaus ist ein teurer Glücksfall

Architektur zieht an, besonders die extreme, die dann gerne zum Wahrzeichen einer Stadt, wenn nicht eines Landes hochstilisiert wird. Ein paar richtig arrangierte gewölbte Zacken genügen, und man sieht ein bestimmtes Opernhaus vor sich. Vielleicht gleich ganz Australien, mindestens jedoch die grösste Stadt des Kontinents. Kein Tourist verlässt Sydney, ohne eine Nahaufnahme der glänzend weissen Keramikplatten des Dachs gemacht zu haben. Wen kümmert’s noch, dass der Bau des dänischen Architekten Jørn Utzon der damaligen australischen Regierung mehr als Bauchkrämpfe verursachte, und die Fertigstellung schliesslich vierzehn Mal teurer wurde und zweieinhalb Mal länger dauerte als vorgesehen. Heute, 40 Jahre später, spricht man von einem Glücksfall für Sydney, auch wenn regelmässige Sanierungsarbeiten - die Dächer werden wohl nie wirklich dicht sein - regelmässig Unsummen verschlingen. Utzons Haus für die Oper steht seit 2007 auf der Unesco-Liste des Weltkulturerbes.

Breites Spektrum im Bereich der natürlichen USP's

Drei Jahre länger steht auf dieser Liste das Grabmal von Askia in Gao, Mali. Auch ein markanter Bau, ebenfalls von architektonischer Bedeutung - einfach etwas weniger bekannt. Obwohl: Unter Kennern gilt das 17 Meter hohe Grabmal aus dem 15. Jahrhundert als das beste Exemplar eines traditionellen Monumentalbaus in Lehmziegelbauweise in der westafrikanischen Sahelzone. Aber es muss ja nicht immer Architektur sein. Das Spektrum im Bereich natürliche USPs ist ebenso vielseitig. In diese Kategorie gehören Berge, Seen, Flüsse - gerne mit Wasserfall - Wälder aller Art, Wüsten und natürlich Natur- und Nationalpärke. Afrika verfügt hier über eine Vielzahl USPs. Spektakuläre Fotosafaris bietet Namibia an. Dafür reist man speziell hin. Für eine Kilimandscharo-Besteigung sicher auch, Ähnliches gibt es ja nirgends. Um die Natronseen in Kenia zu sehen? Auch sie stehen auf der Unesco-Weltkulturerbeliste. Auch hier gilt: USP ist nicht gleich USP.

  
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