Es zieht sich dezent - vom Logo bis zum Gemälde in den Zimmern - durch das ganze Haus: Alfons Muchas «Der Tanz», das Bildnis der tanzenden Frau, welches in der Blütezeit der Belle Epoque Ende des 19. Jahrhunderts vom tschechischen Illustrator kreiert wurde. «Damit erweisen wir der Epoche die Ehre, in der das Strandhotel gebaut wurde», erklärt Hoteldirektor Markus Schneider.
Denn 104 Jahre nach seiner Entstehung wurde das traditionsreiche 4-Sterne-Hotel Belvédère am Thunersee umfassend renoviert und erweitert. Statt 33 gibt es nun deren 36 Zimmer, davon sind 32 komplett neu, wie Schneider erklärt. Zudem wurden sie alle - ob Zimmer oder Suite - mit dem neuen Bettsystem «Flow Sleeping» ausgestattet, das vom Schlaf- und Rückenzentrum Leibundgut in Einigen entwickelt wurde. Mit diesem selbstregulierenden System passt sich das Bett jedem Gast individuell an. Ein gewichtsunabhängiges Waagesystem ermöglicht ausgewogenes und druckentlastetes Liegen. Das sei «Schlafwellness pur für den Gast», findet Markus Schneider.
Apropos Wellness: Auch dieser Bereich wurde renoviert. Neu gibt es zudem einen Aussenpool mit Direktsicht auf die Spiezer Bucht, vier Behandlungsräume, und der Privatstrand wurde mit einer eigenen Bootsgarage samt zwei Booten ausgestattet.
Zehn Millionen Franken hat sich die Besitzerin, die Hauenstein Hotels & Restaurants, zu der auch das Solbad-Hotel Sigriswil und das Hotel Seerose in Faulensee gehören, den Umbau kosten lassen.
1908 war das Strandhotel Belvédère eröffnet worden - der altehrwürdige «Salon Rouge» im Belle-Epoque-Stil zeugt noch heute von der Anfangszeit. Bekannt wurde das «Belvédère» 1954 wegen der Fussball-WM: Für vier Wochen logierte die deutsche Fussballmannschaft im Strandhotel und sicherte sich den Sieg, welcher als «Wunder von Bern» in die Geschichte einging. Seit 1997 ist das Hotel im Besitz der Hauenstein Hotels & Restaurants.






