Was ist eigentlich die Mission von Google?
Wir strukturieren Informationen so, dass sie der Internetuser findet. Egal wo die Information ist, Google macht möglich, dass sie für alle zugänglich wird. Dasselbe gilt für das Suchmaschinenmarketing, also Ad-Words-Anzeigen. Wir bringen den Kunden und das Produkt zusammen. Mit einem optimierten Suchmaschinenmarketing kann der Anbieter eines Produktes seine Kunden auf sich aufmerksam machen.
Und weltweit gesehen, wie verbreitet ist das Internet in der Schweiz?
Die Schweiz ist nach Schweden das Land mit der dichtesten Internet-Penetration. Doch was Suchmaschinen-Marketing angeht, liegen die Helvetier weit zurück.
Das heisst, in der Schweiz muss das Werben im Internet noch erklärt werden?
Da gibt es in der Tat einen grossen Nachholbedarf. Wir sind aktiv daran, den Firmen die Vorteile zu erläutern.
Wie sieht es in der Hotellerie und im Tourismus aus, wird das Internet optimal genutzt?
In dieser Brache liegt ein riesiges Potenzial. Viele Unternehmen haben irgendwann eine Website bauen lassen und sind dann mehr oder weniger auf diesem Level geblieben. Wie gross der Werbeeffekt mit einer Optimierung sein kann, ist vielen nicht bewusst.
Können mit dem richtigen Internet-Marketing die richtigen Gäste generiert werden?
Auf jeden Fall. Wir haben Zahlen, die belegen, dass die kaufkräftige Klientel grosse Internetuser sind. Also auch die potenziellen Gäste der Schweizer Hotellerie und des Tourismus.
Hat sich das Marketing mit den neuen Medien verändert?
Der Marketing-Ansatz ist ein anderer geworden: Heute kann jedes Produkt, sogar jede einzelne Produktelinie spezifisch für die Zielgruppe auffindbar gemacht werden. Wer sich im Internet, also auf Suchmaschinen, richtig positioniert, wird auch vom passenden Publikum gefunden. Oder anders gesagt: Heute sucht der Kunde das Produkt. Der so genannte Smartbuyer sucht sich im Internet so viel Information, bis er seine Kaufentscheidung treffen kann
Wird in der Schweiz viel Marketingbudget in die Internetwerbung investiert?
Nein, die Schweiz liegt mit 2 Prozent weit unter dem europäischen Durchschnitt von 6 Prozent. In Deutschland sind es über 10 und in Grossbritannien sogar 23 Prozent. Wir sind in der Schweiz ganz am Sc hluss. Und längst überholt von den osteuropäischen Ländern.
Wie kann sich ein Schweizer Hotel im Netz positionieren?
Die Positionierung der Anzeige kann in den «natürlichen» Such-Resultaten nicht gekauft werden. Für die Begriffe der rechts positionierten, klickbaren Text-Anzeigen kann geboten werden. Also eine Art Online-Auktion.
Und was wird verkauft?
Relevante und messbare Werbung. Der Google-Benutzer gibt mittels Suchbegriffen (Key-Words) sein Bedürfnis preis – beispielsweise ein Wellnesshotel. Google schaut dann, welche Werbe-Texte zu den Suchbegriffen passen, und zeigt nur die relevanten Werbebotschaften an. Wird darauf geklickt, gelangt der Benutzer direkt auf das Angebot. Die Hoteliers können die Anzahl Klicks auch einfach auswerten.
Also, wer am meisten bezahlt, ist auch zuoberst auf der Liste?
Nicht unbedingt. Das Geld ist der eine Faktor, die Qualität der Website des Anbieters der andere. Google legt grossen Wert darauf, das die Zielseite für den Benutzer die Informationen bietet, die er sucht. So helfen wir den Unternehmen, gute Web-auftritte zu kreieren.
Ist das die neue Generation von Werbung?
Die Internetbenutzer haben die Popup-Inserate satt. Ad-Words sind dezent und vor allem exakt auf den Suchenden zugeschnitten. Das ist zeitsparend und informativ für den Benutzer. Die richtigen Keywords bringen den potenziellen Gast, wenn er nach Wellness sucht, nicht nur zum passenden Hotel, sondern direkt auf die Wellnessangebote des Hotels.
Ist der Internetbenutzer viel kritischer geworden?
Oh, ja. Genau da liegen die Vorteile von Adwords. Die Suchergebnisse wie auch die Anzeigen sind für den Benutzer relevant. Sie erscheinen dann, wenn der Benutzer nach Informationen sucht. Streuverluste für den Werbetreibenden können so minimiert werden.
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