Richard Hug, mit den Ateliertagen ermöglichen Sie jungen Leuten aus Leukerbad, touristische Berufe kennenzulernen. Wie haben Sie selbst den Weg in die Branche gefunden?
Ich habe ursprünglich das Wirtschaftsgymnasium besucht. Das Thema Wirtschaft hat mich schon immer fasziniert und da im Wallis der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig ist, war diese Verbindung naheliegend. Über die Tourismusfachschule in Siders und ein Praktikum beim Tourismusverein «Rund um Visp» bin ich in die Branche reingekommen.
Die Ateliertage finden bereits zum dritten Mal statt. Wie entstand die Idee dazu ursprünglich?
Die Ateliertage fanden erstmals im Rahmen der zweiten Staffel des Impulsprogramms Enjoy Switzerland 2007/08 statt. Zusammen mit externen Fach- leuten suchten die Leistungsträger von Leukerbad nach neuen Wegen, um die Angebotsqualität für den Gast zu steigern. Die Ateliertage sind eines von mehreren Projekten, die über die zweijährige Laufzeit von Enjoy Switzerland hinaus weitergeführt werden.
Worum geht es bei den Ateliertagen konkret?
Es ist uns ein Anliegen, die Einheimischen, besonders die Jugendlichen, vermehrt für den Tourismus zu sensibilisieren. Wer dessen Bedeutung für die Region erkennt, geht ganz anders auf Gäste zu. Ein weiterer Aspekt der Ateliertage ist das gegenseitige Kennenlernen von Schülern, Gewerbetreibenden und Hoteliers.
Müssen die Jugendlichen denn überhaupt für den Tourismus sensibilisiert werden? Als Einheimische sind sie mit der Branche doch sicher vertraut?
Man würde es erwarten, und oft trifft es auch zu. Aber bei einigen, die meinen, nicht direkt von der Tourismusindustrie betroffen zu sein, ist das Bewusstsein dafür oft nur klein. Dabei sind rund 25 Prozent der Arbeitsplätze im Kanton Wallis im Tourismussektor angesiedelt und weitere rund 15 Prozent indirekt damit verbunden. Noch ausgeprägter ist die Situation bei uns: Von den rund 1200 Arbeitsplätzen in Leukerbad gibt es wohl kaum einen, der nicht in irgendeiner Form mit dem Tourismus verbunden ist. Die Jugendlichen auf diese Zusammenhänge aufmerksam zu machen, ist das Hauptziel der Ateliertage.
Ist es schwierig, die jungen Leute nach der Schule in Leukerbad zu halten und für Berufe im Tourismus zu begeistern?
Bis anhin konnten immer alle Lehrstellen in Leukerbad mit Jugendlichen aus der Region besetzt werden. Wir wollen die Jugendlichen aber nicht um jeden Preis direkt nach der Orientierungsschule hier behalten. Es gibt zwei Wege, die zum Ziel führen: Jenen der Berufslehre und den akademischen. Hier in Leukerbad gibt es Chancen für beide.
Wie werden die Ateliertage finanziert?
Die Ateliertage kosten abgesehen vom persönlichen Engagement aller Beteiligten wenig. Es existiert kein explizitit dafür vorgesehenes Budget, jeder Betrieb kommt für seinen Anteil selbst auf.
Inwiefern lohnt sich der Aufwand für die Betriebe?
Der Aufwand lohnt sich für die Betriebe und Schüler gleichermassen. Es ist schon mehrmals vorgekommen, dass aus den Ateliertagen später Lehrverträge entstanden sind.
Fakten 48 Schüler schnuppern in der Tourismusbranche
Leukerbad Tourismus organisiert zusammen mit der Orientierungsschule
sowie dem Gewerbe- und dem Hotelierverein von Leukerbad seit 2008 alle
zwei Jahre die Ateliertage. An der diesjährigen Ausgabe nutzten 48
Schüler der Orientierungsschule die Möglichkeit, während zwei Tagen in
verschiedenen Berufen, die direkt oder indirekt mit dem Tourismus
verbunden sind, zu schnuppern.
Sie nennen sich «Kafi Dihei», Pension Frau Meise, Kunstkaffeehaus Que Sera und haben eines gemeinsam: Sie heissen ihre Gäste im Retro-Chic willkommen. 
Tee mit Milch, Sirup - und vielen kleinen Kügelchen: «Bubble Tea» ist in Asien und auch Deutschland längst Kult. Jetzt ist das Trendgetränk auch in der Schweiz angekommen.
Bis am Sonntag kocht die griechische Kochelite am Festival «Sani Gourmet 2012» auf der Halbinsel Chalkidiki. Einer der Starköche ist Nikos Boukis vom «Selene» auf Santorini 
Das besondere Konzept Der neu eröffnete «Kosher Classroom» in Berlin zelebriert jeden Freitag ein Shabbat-Dinner mit traditionellen Segenssprüchen. 
Das Geheimnis um das erste Lokal auf dem Zürcher Sechseläutenplatz ist gelüftet: «Collana Bar e Caffè» heisst das neu eröffnete Restaurant.





