dolce vita
04.03.2010
Büffelmozzarella-Skandale: Imageschaden für die Hersteller wegen Giftstoffen und Panscherei

Die süditalienische Delikatesse hat krisengeplagte Zeiten hinter sich. Jüngster Skandal um den Mozzarella: Diesen Januar fanden italienische Lebensmittelkontrolleure Spuren von Kuhmilch im Büffel-Mozzarella. Um das geschützte Markenzeichen des «Mozzarella di Bufala» zu wahren, darf für das Traditionsprodukt aus der Region Kampanien jedoch ausschliesslich Milch von Büffeln verwendet werden. Die Misere begann 2007. Damals entdeckten Behörden in der Provinz Caserta Tausende mit Burcellose-Bakterien infizierte Büffel. Die Seuche konnte sich auch ausbreiten, weil mafiöse Zweige die Mozzarella-Produktion beherrschten und Tierärzte und Hersteller unter Druck setzten. 2008 hat die Müllkrise im Grossraum Neapel ihre Kreise gezogen und das Vertrauen in die Qualität der italienischen Delikatesse erneut erschüttert: Kontrolleure entdeckten, dass in über zwei Dutzend Käsereien Grenzwerte für den gesundheitsschädlichen Stoff Dioxin überschritten wurden. Südkorea und Japan reagierten mit einem Einfuhrstopp der Büffelmozarella. Es wurde vermutet, dass die Tiere verseuchtes Gras nahe illegaler Mülldeponien gefressen hatten.

Übrigens: Mozzarella ist hierzulande der drittbeliebteste Käse der Schweizer. Allerdings nicht der qualitativ hochstehende Büffelmilchkäse, sondern sein Pendant aus Kuhmilch. Dieser wird hauptsächlich in der Schweiz produziert. saz

  
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