dolce vita
12.08.2010
«Der runde Teller ist am wenigsten anfällig»
Qualitativ hat sich vor allem bezüglich Glas viel verändert.
Qualitativ hat sich vor allem bezüglich Glas viel verändert. (© zvg/htr)
In der Gastronomie wird oft Geschirr von Billigproduzenten aus Asien verwendet. Dies bringt aber auch Nachteile: etwa eine höhere Bruchrate.
Eveline Spahr

In griechischen Restaurants werden Teller gerne stapelweise zerschlagen: ein alter Brauch, der Glück verspricht. In allen anderen Situationen sollte Gastronomie-Geschirr allerdings einiges aushalten können. Doch wie steht es um die Qualität des in der Gastronomie verwendeten Geschirrs?

Billiggeschirr aus Asien und eckige Formen sind bruchanfälliger
Die Bruchrate von Geschirr in der Gastronomie ist gemäss Magnasch Joos, Food & Beverage Manager des «Seedamm-Plaza» in Pfäffikon, bedenklich: «Die Bruchrate von Gastro-Geschirr ist hoch, und leider muss man feststellen, dass die Tendenz sogar steigend ist.» Er sieht zwei Gründe für diese Entwicklung: Einerseits werde in der Gastronomie gerne Geschirr von Billigproduzenten aus Asien verwendet – wegen der niedrigen Preise. Der Nachteil dieses Billiggeschirrs sei jedoch eine deutlich höhere Bruchrate. Und weiter: «Teller werden heute in allen möglichen Formen produziert.» Hier gelte, je mehr Ecken, desto mehr Bruch. Und Magnasch Joos erklärt weiter: «Der runde Teller ist eindeutig am wenigsten bruchanfällig.»

Qualitätsgeschirr sei jedoch stabiler als früher, sagt Mario Hunkeler von der Geschäftsleitung der Hunkeler Gastro AG: «Einige Produzenten benutzen heute neben Quarz, Feldspat und Kaolin auch Aluminoxyd, das macht den Scherben stärker.» So werde auf Flachteile sogar eine mehrjährige Garantie auf Kantensplitterung gegeben.

Vielfältigere und fantasievollere Geschirr-Formen
Der Geschirr-Trend geht hin zu vielfältigen und fantasievollen Geschirr-Formen. «Heute spielt man mehr mit Formen. Man ist kreativer», sagt Sandra Roth, Marketingleiterin bei Berndorf Luzern, dem offiziellen Ausrüster der Schweizer Kochnationalmannschaft.

Eine kleineGlas-Revolution
Sandra Roth weist zudem darauf hin, dass sich gerade die Qualität der Gläser in den letzten Jahren stark verbessert habe, und spricht sogar von einer Glas-Revolution: « Namentlich durch die Verwendung von Tritan-Glas von Schott Zwiesel hat sich einiges verändert», fügt sie an. Die neuen Glasmassen seien spülmaschinenfester, bruchfester und härter als die herkömmlichen, verdeutlicht Sandra Roth.

 

  
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