Da, wo heute das im Juni eröffnete 4-Sterne-Superior-Hotel Golf Panorama und die vier Appartmenthäuser stehen, etwas abseits des Dorfes Lipperswil, wurden früher Schweine gezüchtet. Geblieben sind die grünen, saftigen Wiesen rundherum. 100 Quadratmeter der grünen Fläche, gleich vor dem Hotel, wurden für einen Golfplatz abgezweigt. Mitbesitzer des Hotels und Initiant des Golfplatzes ist der ehemalige Schweinezüchter, Roman Ochsner. Dem cleveren Visionär ist es gelungen, die Umnutzung des bestehenden Gebäudes der ehemaligen Stallungen abzuwenden und stattdessen neu zu bauen, ein Hotel und 32 Residenzen(siehe auch Interview). Bis auf eine sind sämtliche Wohnungen – auf Wunsch mit Hotelservice – verkauft.
Ochsner hat bei der Einrichtung seines Designhotels nicht gespart. Zimmer, Restaurants, Bar, Lobby und der grosszügige Wellness- und Ruhebereich sind in schlichtem. modernem Stil und in hochwertigen Materialien gehalten. Erdfarben ziehen sich durch das ganze Haus und widerspiegeln den ländlichen Thurgau. Einige der Wände sind in Blattgold gefertigt, auf Bildschmuck ist bewusst verzichtet worden. Höhepunkt ist die Wand in der Lobby: Sie besteht aus Planzen.
Das Thema Apfel zieht sich durch das ganze Hotel
Bei der Einrichtung und beim Konzept kräftig mitgewirkt hat Ferdinand Thoma. Der gebürtige St.Galler und seine Frau Renate führen zwei Wellnesshotels im Schwarzwald, eins als Eigentümer, eins als Pächter. Ochsner hat den Wellnesshotelier für den Bau und das Konzept des «Golf Panorama» beigezogen und hat ihm auf Mandatsbasis das Management übertragen. Und auch das junge Direktorenpaar gehört zur Familie: Tochter Caroline Thoma amtet als Direktionsassistentin, ihr Verlobter Alexandre Spatz als Direktor. Beide führen zum erstenmal ein Hotel.
Thoma setzt im «Golf Panorama» das gleiche Gesundheitskonzept um, mit dem er schon in seinen beiden anderen Hotels erfolgreich ist. Im Mittelpunkt stehen die vier Säulen Ernährung, Bewegung, Entspannung und positive Gedanken. Das Thema, das sich durch das Wellnesshotel zieht, ist der Thurgauer Apfel. Die Kosmetikprodukte auf der Basis von Apfelblüten stellt Thoma selber her. «Im ‹Golf Panorama› gibt es kein Ayurveda, wir machen den Stirnguss mit Apfelblütenöl», erklärt Thoma. «Hier ist alles regional geprägt.»
«Ruhe, Entspannung, Schlafkomfort und Naturgenuss sind das USP dieses Hotels», fasst er zusammen. Die Hauptzielgruppe sind Lifestyle- und Wellness-Gäste vorwiegend aus der Schweiz und dem süddeutschen Raum. Vermarktet wird das Hotel über verschiedene Internetplattformen. Das «Golf Panorama», ein Ganzjahresbetrieb, ist Mitglied bei den Private Selection Hotels und Wellnesshotels International.
Mit Peter Vogel einen Punktekoch ins Haus geholt
Im Sommer sorgen der Golfplatz, die attraktiv gelegene Terrasse, der nahe Bodensee, Wander- und Ausflugsmöglichkeiten für volle Betten. Hoteldirektor Alexandre Spatz gibt sich überzeugt, die 55 Zimmer und Suiten auch im Winter füllen zu können. Und zwar mit Wellnessgästen. Zudem kann er auch kleine Seminare durchführen. «Ich bin überzeugt, dass das Hotel im Winter boomt», sagt Spatz. «Wir werden das Haus durch unser Wellness- und Beauty-Angebot, unsere Qualität und Professionalität füllen.» Über seine Auslastungsziele mag er nicht sprechen. «Wir nehmen, was kommt», so der junge Hotelier.
Qualität und Professionalität zeichnen auch den Punktekoch Peter Vogel aus, der aus dem «Bad Horn» ins «Golf Panorama» gewechselt hat. Er überzeugt mit einer vorzüglichen kreativen und regionalen Küche. Aus der Region stammen auch die Weine, die das gute Essen ergänzen. «Wir empfangen in unserem Gourmetrestaurant viele externe Gäste aus der Region, unter ihnen viele wiederkehrende», sagt Spatz. «Wir bieten Topqualität zu fairen Preisen, das schätzen unsere Gäste.» Halbpensions-Gäste speisen im räumlich vom Gourmetbereich kaum abgetrennten Hotelrestaurant. Ihnen wird auf Wunsch ein Wellnessmenu serviert. Denn eine gesunde Ernährung, die den Säure-Basen-Haushalt im Lot hält, ist Teil von Thomas Konzept.
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