Der französische Guide Michelin 2010 vereint insgesamt 558 Restaurants in Frankreich und im Fürstentum Monaco. 26 Gaststätten können sich mit drei der begehrten Michelin-Sternen schmücken und 77 mit deren zwei.
In Ostfrankreich konnten sich die auch bei Schweizer Feinschmeckern beliebten Gourmet-Tempel «L’Auberge de l’Ill» im elsässischen Illhäusern und «L’Arnsbourg» im lothringischen Baerenthal in der obersten Kategorie halten. Der Strasbourger Feinschmecker-Tempel «Le Crocodile» verlor hingegen nach einem Besitzerwechsel einen seiner zwei Sterne. Neu in den höchsten Michelin-Sternenhimmel aufgestiegen ist indes Gilles Goujon. Er betreibt seit 18 Jahren das Restaurant «L’Auberge du Vieux Puits» in den Corbières-Weinbergen. 1997 wurde Goujon mit einem und 2001 mit dem zweiten Michelin-Stern ausgezeichnet. «Für mich geht ein Jugendtraum in Erfüllung», sagt Goujon nach der Verleihung der drei Michelin-Sterne. Seine Küche sei «produkteorientiert, leicht und erfinderisch». Er liebe es, dem Rhythmus der Saisons zu folgen und sein Repertoire ständig zu erneuern. Und er arbeite nur mit den besten Lieferanten zusammen. Seine Gäste loben seine Küche: Die «strahlenden Kreationen widerspiegeln den Charakter ihres Urhebers.»
An das Restaurant ist das «Maison des chefs» angegliedert. Dank den sechs Zimmern – die Goujon seinen Lehrmeistern gewidmet hat – können sich die Gäste den Heimweg ersparen.
Der Schweizer Michelin-Führer 2010 ist letzten November erschienen. Mit insgesamt 101 Sternen ist die Schweiz das Land mit den meisten Michelin-Sternen pro Einwohner. Allerdings haben nur zwei Restaurants drei Sterne: Das «Hôtel de Ville» in Crissier von Philippe Rochat und das «Pont de Brent» von Gérard Rabaey in Montreux. Dreizehn Restaurants können sich mit zwei Sternen schmücken.
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