In China ist Feng Shui für die Wirtschaft eine Selbstverständlichkeit. Die chinesischen Unternehmen lassen ihre Gebäude und Einrichtungen von einem Feng-Shui-Meister berechnen (vgl. weiter unten). Arbeitsplätze, Sitzungs- und Ausstellungsräume werden nach Feng-Shui-Kriterien gestaltet, damit die Energien richtig fliessen. Dies soll gemäss dieser jahrtausendealten Lehre das Wohlergehen der Menschen fördern und dem Unternehmen Erfolg bringen. Auch viele westliche Unternehmer nutzen die asiatische Feng-Shui-Lehre. So sollen denn auch Firmen wie BMW, Lufthansa, British Airways, Tchibooder Porsche dieses alte Wissen in ihren Betrieben umsetzen. Ein Blick auf die Referenzen-Liste der erfahrenen Kölner Feng-Shui-Beraterin und Autorin Gudrun Mende zeigt Namen wie L'Oréal Paris, Bayer Leverkusen, Hypo Vereinsbank Deutschland und die Bayerischen Baugewerbeverbände.
Doch auch Hotels und Restaurants werden nach dieser alten chinesischen Energie- und Harmonielehre gestaltet. So hat Hyatt ihr Hotel in Singapur, das zu 40 Prozent ausgelastet war, den Feng-Shui-Gesetzen angepasst, und drei Jahre später waren 75 Prozent der Betten gefüllt. Und auch in den Hotels Hyatt Berlin und Hamburg wurden Veränderungen vorgenommen. So steht etwa im Eingang des Spa-Bereiches eine sich im Wasser drehende Kugel, um die spitze Ecke der gegenüber stehenden Wand zu neutralisieren.
Positive Rückmeldungen seitens der Hotelgäste
Auch das Hotel Curuna in Scuol setzt auf Feng Shui. Die Inhaberin Algiona Rauch hat vor sechs Jahren eine Beraterin beigezogen. «Wir haben noch nicht alle Massnahmen umgesetzt», sagt sie. «Zum Teil sind es bauliche Veränderungen, die nicht einfach zu realisieren sind.» Die Hotelzimmer entsprechen farblich den Feng-Shui-Regeln und es wurde darauf geachtet, die Spiegel richtig zu platzieren, um den Schlaf nicht zu stören.
«Unser Ziel ist es, unseren Gästen Wohlbefinden zu vermitteln.» Die Feedbacks seien denn auch durchwegs positiv, sagt die Hotelière. Das liege wohl am gesamten Konzept: langjährige, freundliche Mitarbeitende, Beduftung des Hauses, regelmässige Räucherung der Zimmer und eine gute Bio-Küche. «Die Feng-Shui-Regeln haben Hand und Fuss», fasst sie zusammen. Sie spüre deren Einfluss auch auf den Geschäftsgang. Das zu 70 bis 80 Prozent ausgelastete Hotel habe auch in diesem schwierigen Jahr gute Ergebnisse erzielt.
«Die Wirkung von Feng Shui ist klar spürbar»
Das Andermatter Hotel The River House hat seine Räumlichkeiten gleich von Anfang an von der Feng-Shui-Beraterin Ute Born analysieren lassen (vgl. Interview Ute Born oben rechts). «Wir haben noch nicht alle Massnahmen umgesetzt und nehmen laufend Anpassungen vor. Gewisse Sachen sind jedoch arbeitstechnisch zu aufwendig», erklärt Hotelier Kevin Obschlager. So war in jedem Zimmer andersfarbige Bettwäsche vorgesehen. Obschlager habe sich nun für weisse entschieden und setze Farbakzente mit Kissen. «Uns war wichtig, dass sich der Gast von Anfang an in unserem Hotel wohlfühlt. Wir möchten nicht, dass er nur zum Schlafen zu uns kommt, sondern wegen des Hotels.»
Dass die Gäste gerne im «River House» wohnen, zeigten die vielen positiven Rückmeldungen. «Sie bestätigen uns, dass sie gut schlafen und gerne in diesen Zimmern weilen.» Das wirke sich auf den Umsatz aus. «Für die Rahmenbedingungen hier in Andermatt sind wir mit unserer Winter-Auslastung von 40 bis 50 Prozent zufrieden», so Obschlager. Seine Antwort auf die Frage, ob er Feng Shui wieder anwenden würde, kommt sofort: «Auf jeden Fall, die Wirkung ist spürbar - keine Diskussion.»
Auch Beat Thomi, Chef des Berner Gourmet Restaurants La Tavola Pronta, würde «unbedingt» wieder eine Feng-Shui-Beraterin beiziehen, auch wenn sich die Auswirkungen nicht genau messen liessen. Mit ihr zusammen hat er sein Restaurant vor rund einem Jahr umgestaltet. «Wir wollten dem Gast etwas Neues bieten», erklärt er. Die grösste Veränderung sei seine neue hellgrünen Küche. «Dort fühle ich mich unglaublich wohl», schwärmt er.
Und die Gäste reagierten durchwegs positiv auf die auberginefarbigen Wände im Restaurant. «Mir fällt auf, dass die neue Farbgebung und Beleuchtung auch älteren Gästen sehr gut gefällt.» Eine gute Stimmung in das Restaurant zu zaubern, war für Thomi nicht ganz einfach, denn «La Tavola Pronta» ist in einem eher dunklen Kellerlokal untergebracht.
Feng Shui stammt ursprünglich aus China
Feng Shui basiert auf einer chinesischen Philosophie und heisst Wind
und Wasser. Gemäss der Feng-Shui-Lehre kann das Chi, die Lebensenergie,
durch gezielte Eingriffe in die Architektur geleitet und harmonisiert
werden. Der Ausgleich kann durch die Anordnung und das Anbringen von
Objekten und Farben erreicht werden. Die über 3000 Jahre alte
chinesische Wissenschaft wurde ursprünglich von Priestern praktiziert.
Diese Harmonie- und Energielehre soll den Menschen helfen, ihren
Lebensraum zu optimieren, Gesundheit, Glück und Wohlstand zu erreichen
und im Einklang mit der Natur zu leben.
National- und Naturpärke belegen 15 Prozent der Schweizer Landesfläche. Die Ausstellung «Schweizer Pärke zu Gast in Wädenswil» zeigt sie alle auf einen Blick.
Etwas war Ferran Adrià im Restaurant El Bulli heilig: das Personalessen. Das zeigt das Buch «Das Familienessen». Ein Thema, das auch Schweizer Spitzenköche beschäftigt.
Das Kultur- und Kongresszentrum KKL hat die Destination Luzern verändert. Basel Tourismus stellt ab März sein Stadt-Marketing in das Zeichen der Architektur.
Hotelier Eric Fassbind und Architekt Maurizio Tempesta über die Beziehungen zwischen ihren Berufen und zur Frage, wie sich Praxis und Innovation vertragen.
In England ist er mindestens so bekannt wie Jamie Oliver, nun wurde sein Leben verfilmt: Kochbuchautor Nigel Slater. «Toast» wird anlässlich des Filmfestivals ewz.stattkino in Zürich gezeigt.
Der Klassiker Bündner Gerstensuppe gehört zum kulinarischen Erbe der Schweiz und findet Platz auf vielen Speisekarten. Nicht nur in der Bündner Gastronomie.
Wünschen Sie ein Glas Sauternes zu Ihrer Gänseleberterrine?» Welcher Gast kennt diese Frage nicht? Und er denkt: Erst habe ich mir...







