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02.07.2009
Neuer L-GAV: Schritt in die Zukunft
(© Alain D. Boillat)
Zwei Jahre lang wurde hart verhandelt und gefeilscht. Jetzt ist der neue Landes-Gesamtarbeitsvertrag von den sechs Sozialpartnern unterzeichnet worden.
Elsbeth Hobmeier

Der neue L-GAV macht einen grossen Schritt in Richtung Zukunft. Darin sind sich alle sechs «Eltern» einig, die den Vertrag in langer Vorarbeit aufgestellt und letzte Woche auch unterzeichnet haben. Als Sozialpartner einmütig hinter das Werk stellen sich die folgenden Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen: Gastrosuisse, hotelleriesuisse, Swiss Catering Association, Hotel&Gastro Union, Syna und Unia. Der Ton in den Verhandlungen sei entgegen früheren Erfahrungen ungewohnt rücksichtsvoll und unkämpferisch gewesen, von den einstigen taktischen Scharmützeln habe man hüben und drüben abgesehen, sagten die Vertreter der beteiligten Verbände an der Medienkonferenz.

Die Kernstücke des neuen Landesvertrags heissen Förderung der Aus- und Weiterbildung und neues Lohnsystem. Kurs- und Prüfungskosten der Mitarbeitenden werden neu übernommen und durch Vollzugskosten (89 Franken für den Betrieb und für den Mitarbeitenden) gedeckt. «Dies führt zu mehr Professionalität und höherer Qualität in der Branche», lobte Claudio Casanova, der als Präsident Arbeitsrechtkommission die hotelleriesuisse in den Verhandlungen vertrat.

Die veränderte Wirtschaftslage stellte das Werk auf die Probe, kaum war es entworfen: Gemeinsam einigten sich die Partner auf eine etappenweise und verzögerte Einführung des «Lohnpakets». Der 13. Monatslohn ab dem ersten Tag gilt ab Januar 2012, die Löhne werden erst Ende 2011 angepasst.

 

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