fokus
22.07.2010
Asiatisch frisch und original
Mittagslunch zum Selberschöpfen oder zum Mitnehmen.
Mittagslunch zum Selberschöpfen oder zum Mitnehmen. (© zvg)
Christine Künzler

Das «Ban Song Thai» ist ein kleines, feines thailändisches Restaurant an bester Lage im Zürcher Niederdorf. Gastronom Ruedi Rickli legt besonders viel Wert auf Qualität.Genmanipulierte Lebensmittel und Glutamat kommen in seinem Restaurant nicht auf die Teller. Und wenn möglich verwendet er in seiner Küche Zutaten aus biologischem Landbau und aus der Region – so weit das bei einem thailändischen Restaurant möglich ist. «Das ist eben manchmal ein Spagat», gibt der Gastronom unumwunden zu. Auch ökologisch engagiert er sich und setzt auf Wärmerückgewinnung.

Die Mitarbeiterpflege liege ihm ganz besonders am Herzen, betont er und zeigt ein Blatt, auf dem die Leitsätze seines Credos aufgelistet sind. «Ich halte mich daran», versichert er. Es gibt keinen Grund zu zweifeln, denn Rickli kann auf langjährige Mitarbeiter zählen. Ihnen kann er sein Restaurant anvertrauen, wenn er wieder mal auf Reisen geht. «Ich will das Restaurant so führen, dass die Leute wegen des guten Essens und nicht meinetwegen ins Ban Song Thai kommen», hält er fest. Eben diese Reisefreudigkeit hat den gelernten Hotelier in jungen Jahren auf den Geschmack der thailändischen Küche gebracht und damit auch auf die Idee, in Zürich ein Restaurant zu eröffnen. «Thailand ist eine Destination, die ich immer wieder und gerne besuche.»

In der Küche des «Ban Song Thai» stehen ausschliesslich thailändische Köchinnen und Köche. Sie passen ihre Gerichte den schweizerischen Gaumen etwas an. «Wir kochen lediglich mit 80 Prozent der thailändischen Schärfe», so Rickli. Dass auch die Belegschaft der thailändischen Airline immer wieder bei ihm speist, freue ihn. Sei das doch eine Bestätigung dafür, dass er eine zwar mildere, aber doch originale Thai-Küche biete.

Die 45 Plätze des «Ban Song Thai» sind mittags zu 120 Prozent belegt und abends etwas mehr. Mittags können sich die Gäste von einem Buffet verpflegen oder die Speisen mit ins Büro oder nach Hause nehmen. «Seit 2002 ist unser Umsatz gleich geblieben», sagt Rickli. Die Konkurrenz sei eben gross. Gerade im Sommer. «Es gibt zunehmend mehr Gartenwirtschaften, deshalb ist es schwieriger als auch schon, im Sommer Gäste zu holen.»

«Unsere Qualität und die gute Lage sind unser Erfolgsrezept», fasst er zusammen. Sein Restaurant ist denn auch in verschiedenen Reiseführern erwähnt, auch im Guide Michelin. Mittags wird das Lokal von Businessgästen frequentiert, abends von jüngeren Lifestyle-Gästen. ck

  
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