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3.05.2012
Der Stein für zündende Ideen
Am 4. Milestone-Innovationstag trafen sich 50 ehemalige Milestone-Preisträger. So viele wie noch nie. Die Stimmung war - trotz Frankenstärke - ausgelassen-fröhlich.
Christine Künzler

Die Bergkulisse auf dem Pilatus zeigt eindrücklich, wie schön das Ferienland Schweiz ist. Wenn Engel reisen - in diesem Fall war es die Milestone-Familie -, lacht der Himmel bekanntlich. So war es auch am letzten Freitag am Innovationstag auf dem Pilatus. Wie wichtig und beliebt dieser Anlass ist, zeigt, dass er immer besser besucht ist. 50 ehemalige Milestone-Preisträger gaben sich in diesem Jahr ein Stelldichein beim letzten Milestone-Gewinner des 1. Preises, den Pilatus-Bahnen. Die Stimmung war, wie bei Tourismusanlässen üblich, geprägt von Lebensfreude.

«Mit dem Milestone zu touristischen Innovationen anstiften»

«Für uns als pensionierte Hoteliers ist es ein schöner Ausflug. Das Hotel Pilatus Kulm ist die Krönung dieses Milestone-Anlasses», sagt etwa Lydia Vogel, die ehemalige Direktorin des Märchenhotels in Braunwald. «Das Pilatus Kulm ist ein Hotel, wie man es heute nicht mehr oft findet.» Für Fabienne Huber, Marketingverantwortliche der Stanserhorn-Bahn, zählt vor allem die Möglichkeit zu networken. «Man trifft hier spannende Leute und erfährt, was so läuft im Tourismus.» Und für Daniel Thomet von der Idea Creation GmbH war es einerseits «spannend, den Pilatus kennenzulernen und andererseits die Touristiker zu treffen und mit ihnen interessante Gespräche zu führen.» Er freue sich schon jetzt auf die diesjährige Milestone-Preisverleihung.

Die Milestone-Projektleiterin Sabrina Jörg informierte über die Neuerungen, vor allem jene der nun htr-unabhängigen Milestone-Jury (siehe auch rechts). hotelleriesuisse-CEO Christoph Juen kam auf die beiden «P.K.s» zu sprechen: Peter Kühler und Peter Keller, die Protagonisten, welche den Tourismuspreis Milestone mit der htr hotel revue im Jahr 2000 ins Leben gerufen hatten. «Sie stiften mit dem Milestone jährlich zu touristischen Innovationen an», freut sich Juen. Dass die Milestone-Gewinner den Durchbruch schaffen, zeige einen Bericht in einer der letzten Ausgaben der «NZZ»: Die Zeitung widmete dem Ziegentrekking, das mittlerweile in der Schweiz an mehreren Orten gebucht werden kann, einen grossen Bericht. Sandra Egli und Christian Golfetto haben 2005 den Milestone-Sonderpreis für eben dieses Ziegentrekking erhalten.

Dass die Jury die Preise nun unabhängig von der htr verleihen wird, begrüsst Juen. «Wir haben jeweils viele Mails von enttäuschten Touristikern erhalten, weil ihr Projekt nicht ausgezeichnet worden ist.»

«Gute, zündende Ideen»

Neuigkeiten gibt es nicht nur beim Milestone, auch bei der htr: Sie hat mit Gery Nievergelt einen neuen Chefredaktor. Er stellte sich der Milestone-Familie auf dem Pilatus vor. «Wir wollen keine Jammeri-Branche sein», sagte er. «Wir wollen zündende, gute Ideen. Dafür ist der Milestone das optimale Gefäss.» Und er brachte auch gerade ein Beispiel, wo es an einer innovativen Idee fehlt: nämlich bei den SBB. Als Pendler von Zürich nach Bern und zurück muss sich Gery Nievergelt werktäglich die SBB-Zugsbegleiter anhören, die vor jedem Halt die gleiche Ansage durchgeben: dass der Zug pünktlich einfährt und dass der Ausstieg rechts (oder eben links) ist - in Deutsch, Französisch und Englisch. Mit dieser «Casting-Show für Zugsbegleiter» quäle die SBB nicht nur die Gäste, sondern auch die Zugsbegleiter. «Nun hoffe ich auf die zündende Idee der SBB.»

Nun, der SBB bleibt noch Zeit, ihr Projekt einzureichen: Die nächste Milestone-Preisverleihung findet am 13. November im Kursaal Bern statt.

Mitarbeit: Laura Nussbaumer

  
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