Das Zürcher «Dolder Grand» hat im letzten «Bilanz»-Rating als bestes Deutschschweizer Stadt- und Kongresshotel abgeschnitten (Gesamtrangliste Platz 3). Das «Radisson Blu Zürich Airport» bietet laut «Bilanz» die beste Businesseinrichtung in der Deutschschweiz (Platz 3). Und das «Seedamm Plaza» in Pfäffikon ist von den Businesskunden zum Focus-Seminarhotel 2009 gewählt worden. Drei Hotels – drei Erfolgskonzepte. Wer macht was gut?
Den Spitzenplatz im «Bilanz»-Rating schreibt «Dolder»-Direktor Thomas Schmid «der speziellen Mischung von City-Resort mit grossem Spa und Businesshotel» zu, das erst noch an priviliegierter Lage stehe. «Wir sind kein typisches Businesshotel, denn 65 Prozent unserer Gäste sind Freizeitgäste.» Der Businessbereich soll nun ausgebaut werden. Hauptmarkt ist die Schweiz. Weitere Herkunftsmärkte sind Deutschland und England. Grossbritannien sei zurzeit jedoch ein schwieriger Markt für Geschäftskunden. «Dort macht sich die Krise besonders bemerkbar.» Luxushotels seien in England gegenwärtig wenig gefragt. «Auch im Schweizer Markt spielt der Zimmerpreis im Moment eine grosse Rolle.»
Noch sind die meisten Geschäftsmeetings im «Dolder Grand» Tagesveranstaltungen. «Natürlich führen wir auch dreitägige Anlässe durch», so Schmid. Konkrete Auslastungszahlen gibt er keine bekannt.
Businessgäste holt sich das Luxushotel auf Messen und im direkten Kontakt. «Der 1:1-Kontakt ist uns sehr wichtig», betont «Dolder»-Direktor Schmid. «Wir besuchen alle Banken und grossen Unternehmen persönlich und bringen Unterlagen und ein kleines Geschenk mit.» Sekretärinnen und andere für Seminare verantwortliche Personen grösserer Firmen werden regelmässig eingeladen. Ein wichtiger Faktor sei auch die Adresskartei: «Wir verschicken gezielte E-Mailings.» Schmids Bilanz: «Das Business ist im Moment hart, vor allem was Tagungen mit Übernachtungen anbelangt.» Immer wieder höre er Aussagen wie: «Wir können uns das ‹Dolder Grand› finanziell leisten, doch imagemässig noch nicht.»
«Radisson»: Trümpfe sind die Schnelligkeit und der Service
«Wir punkten mit unseren Konferenzräunlichkeiten mit attrkativer Aussicht, mit unserer Lage gleich neben dem Flughafen und mit den Parkplätzen auf der 8. Etage, die einen direkten Zugang zu den Konferenzräumen ermöglichen», so Werner Knechtli, Direktor der «Radisson Blu Zürich Airport». Das Hotel der Rezidor-Gruppe bietet Konferenzräume für zwei bis 800 Personen. Die Businessgäste buchen ab zwei Stunden bis drei Tage. «Unser Vorteil ist die Schnelligkeit und die Servicequalität.» Auf jeder Etage hat es ein Businesscenter, eine Businessréception sowie frei zugängliche Nespresso-Kaffeemaschinen. Zudem stehen Duschen und Tageszimmer zur Verfügung. «Wer vom Flughafen kommt, kann für 30 Franken duschen, bevor er zur Konferenz geht.»
Auslastungszahlen darf Knechtli keine bekannt geben: «Wir sind ein börsenkotiertes Unternehmen». Nur so viel: «Tendenz steigend». Hauptmarkt ist die Schweiz, zweitwichtigster Markt Deutschland. «Zwei Drittel der Seminare finden nur tagsüber statt», zieht Knechtli Bilanz. Er verkauft das Businesshotel vorwiegend über den Kanal der Rezidor-Gruppe. «Mit KMUs haben wir spezielle Jahresverträge abgeschlossen. Je öfter sie bei uns tagen, desto günstiger die Konditionen.»
«Seedamm Plaza»: Hier wird auf den Kunden eingegangen
«Wir pflegen mit unseren Kunden eine Partnerschaft und gehen auf ihre Wünsche ein», sagt Peter H. Ernst, der Direktor des «Seedamm Plaza» in Pfäffikon. Das hat seiner Ansicht nach zu der Auszeichnung «Focus-Seminarhotel 2009» geführt. «Wenn uns neue Kunden anrufen, versuchen wir möglichst viele Infos über sie einzuholen. Wir kontaktieren auch Referenten. Das hilft uns, Wünsche und Bedürfnisse kennenzulernen.» Wenn beispielsweise viele weibliche Gäste teilnehmen, dann wirke sich das auf die Verpflegung aus. Das Team im «Seedamm Plaza» versuche, rasch und korrekt auf Sonderwünsche zu reagieren. «Die Bedürfnisse des Veranstalters in Einklang zu bringen, ist die grösste Herausforderung», sagt Ernst. Wichtig ist für Ernst, eine Vertrauensbasis zwischen dem Veranstalter und dem Kader des Hotels zu schaffen.
Die jährlichen 180 bis 190 Businesstage sind übers Jahr gesehen zu rund 50 Prozent gebucht. Drei Aussendienstverkäufer und zwölf Mitarbeitende im Bereich Seminarorganisation kümmern sich sowohl um die internen Abläufe als auch um den Verkauf. Unterstützt werden sie von verschiedenen externen Seminarveranstaltern und Event-Anbietern. Die Seminarverantwortlichen der Unternehmen werden regelmässig zu «Thank-you»-Partys ins Hotel geladen.
Touristische Lehr- und Erlebnispfade gibt es viele. Zwei von ihnen haben eines gemeinsam: Auf der «route de l’horlogerie» und auf dem «Industrielehrpfad» ist man der Geschichte von Industrie und Kultur einer Region auf der Spur.
So genannte Autostädte und -welten sind in Deutschland ein wichtiger Tourismusfaktor. Jährlich reisen Millionen an die Kultstätten.
Seit zehn Jahren haben die KWO ihre «Grimselwelt» für Besucher geöffnet. Die spektakulären Werkanlagen und Hotels zogen 2009 gegen 28000 Touristen an.
Schlechtwetteralternative Fabrikführung: der Kauf ab Produktion ist bei Touristen beliebt. Firmen nützen das für Image und Absatz.
Die Maison Cailler in Broc eröffnet im April sein neues Besucherzentrum. 7 Mio. Franken hat Nestlé in die Erlebniswelt investiert.
Gäste aus Russland, China oder Japan sind wild auf Schweizer Designer. Sie kaufen Freitag-Taschen, Foulards von Seidenkönig André Stutz und decken sich mit Bally-Produkten ein. 
Ob in Italien, Frankreich, Österreich oder Deutschland – dort arrangiert sich die Gastronomie bereits mit der neuen Einschränkung. In der Schweiz dagegen führt das ab 1. Mai geltende nationale Gesetz zum «Schutz vor Passivrauchen» noch zu rauchenden Köpfen.
Die Bundesverordnung lässt den Wirten noch Spielraum. In den Kantonen mit strengeren Regeln formiert sich langsam der Widerstand.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Rauchverbots können fürs Gastgewerbe massiv werden. Dann sind auch viele Arbeitsplätze in Gefahr.
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Drei kreative Köpfe, drei originelle Lösungen: Ein Fumoir ist auch ein Guckloch ist auch ein Zirkuswagen ist auch ein Weinfass.
So vielseitig wie die Länder Europas,so verschiedensind auch die Verordnungen zum Rauchverbot. Ähnlich wie in der Schweiz sagen in Deutschland die Bundesländer, was Sache ist.