Das «Accadamia del Gusto» von Stefano und Mariana Piscopo gehört zu den besten italienischen Restaurants Zürichs. Der junge Stefano Piscopo war schon Koch im früheren «Piccoli-Accademia», welches das Ehepaar Panardo-Piccoli zu einem der besten italienischen Restaurants Zürichs machte. Piscopo blieb auch nach deren Pensionierung und kochte für Nachfolger Mora im «Accademia». Dann zog es Piscopo nach Italien: Dort sammelte er Erfahrungen in verschiedenen Drei-Sterne-Restaurants.
Heute kocht der junge Chef teilweise immer noch nach Rezepten von Panardos. Zum Beispiel die Scalopine oder das Filetto mit Accademia-Sauce. «Generell haben wir die traditionelle Küche etwas modernisiert.» Und einige Rezepte dementsprechend etwas abgeändert: zum Beispiel jenes der legendären Torte St. Honoré.
Qualität in jeder Hinsicht ist das Konzept von Mariana und Stefano Piscopo. «Wir benutzen ausschliesslich marktfrische Produkte und kochen alle Gerichte à la minute, sobald die Bestellung vorliegt.» Das dauere natürlich seine Zeit, hält Mariana Piscopo fest, die für den Service verantwortlich ist. «Doch unsere Gäste wissen, dass das bei uns so ist.» Das zu Beginn gereichte Amuse-Bouche soll helfen, die Wartezeit zu überbrücken. Zudem lagern in Priscopos Weinkeller ein paar gute Tropfen aus verschiedenen Regionen.
«In unserem Quartier gibt es viele gute italienische Restaurants. Doch wir setzen einfach auf eine andere Qualität», umschreibt Piscopo seine Philosophie. Die zwölf Tische im «Accademia del Gusto» sind jedenfalls gut belegt. Und auch der Guide Michelin empfiehlt das Restaurant weiter. Mittags servieren die jungen Gastronomen ein saisonales Tagesmenu, das vor allem Businessgäste anzieht. Abends sei die Gästeschar bunt gemischt. «Es kommen auffallend viele Junge zu uns.» Weshalb? «Wohl weil wir selber jung sind», sagen die beiden lachend. «Generell essen die Gäste bei uns, weil sie uns und unsere Qualität schätzen. Deshalb sind unter ihnen viele Stammgäste.» Sie kommen wohl auch deshalb, weil sie sich im «Accademia del Gusto» wohlfühlen, vermuten die beiden. «Unsere Gäste schätzen unsere familiäre Atmosphäre.»
Ausländische Investoren kaufen Hotels, oft als reine Geldanlage. Die Rentabilität ist zweitrangig. Das beobachtet Stephan JJ. Maeder, Präsident des Hotelier-Vereins Berner Oberland. 
Hinter den «Swiss Dreams Hotels» stehen indische Investoren mit einem Faible für ehemalige Traditionshäuser. Zwei ihrer fünf Hotels serbeln hinter geschlossenen Türen dahin. Die Besitzer lassen sich nicht in die Karten blicken. 
Der Interlakner Hotel-Berater Jürg Zumkehr hat schon mehrere Hotels an Ausländer verkauft, unter anderem an Asiaten. Aus seiner Sicht wirken sich die ausländischen Investoren positiv auf die Region aus. 
René und Elsbeth Bettoli wollen ihren Familienbetrieb verkaufen. Der Preisdruck ist für das Interlakner 2-Sterne-Hotel zu gross geworden. 
In der Region Thunersee sind in den letzten Jahren einige Hotels in die Hände von Asiaten gelangt. In anderen Ferienregionen der Schweiz ist das deutlich weniger ausgeprägt. 
Mitten in Interlaken verkauft Beat Hassenstein nach 40 Jahren Einsatz sein Hotel Splendid. Die chinesische Käuferin setzt auf ein Hotel mit Verkaufsflächen: für Uhren und für typische Schweizer Küchen-Ausrüstung. 
Ein südkoreanisches Paar hat zwei traditionelle Interlakner Hotels gekauft. Das 4-Sterne-Haus wollen die Investoren als führendes Hotel positionieren. 
Rund um den Thunersee sind einzelne Hotels im Besitz von Asiaten. Ein Leerstand an bester Lage zählt dazu. Für Hotelier-Präsident Bruno Carizzoni überwiegen die positiven Beispiele und Effekte. 

Kettenhotels können ihre Effizienz steigern, indem sie einander Mitarbeiter ausleihen. Kleinbetriebe setzen derweil auf Allrounder. 






Zürichs Gastroszene gehört zu den vielfältigsten der Schweiz. Originelle Konzepte, gute Küche: Zürich bittet zu Tisch.
Strategieplanung, Verwaltung und Administration: Diese Bereiche böten in den meisten Hotels grosses Sparpotenzial. Es wird aber oft nicht wahrgenommen.