Franchising liegt eindeutig im Trend. In der Schweizer Hotellerie wird es weiter zunehmen», sagt Martin Emch, CEO der Turicum Hotel Management AG . Denn man könne sich mit einer bestimmten Betriebsgrösse relativ einfach einer Organisation, einer Hotelkette und insbesondere einem Brand anschliessen. Aus eigener Kraft sei es nicht möglich, die weltweite Präsenz zu garantieren, wie es eben durch Franchising ermöglicht werde. «Je nach Standort ist der richtige Brand ein Garant, dass man einen Betrieb zur Wirtschaftlichkeit bringt», so Emch. Er räumt jedoch ein, dass der Betrieb des Franchisenehmers eine bestimmte Mindestgrösse haben muss, um die anfallenden Franchisingkosten erwirtschaften zu können. Emch spricht dabei von 90 Zimmern.
Auch für Marcus Frey, Partner des Beratungsunternehmens CFB Network AG, ist Franchising nur ab einer bestimmten Betriebsgrösse interessant. Und: «Als Rettungsanker für finanziell angeschlagene und strukturschwache Einzelhotels dient Franchising nicht.»
Laut Emch wird das Franchising auch weiter wachsen, obwohl die Gesamtkapazität an Hotelbetten dereinst einmal nicht mehr zunehmen wird. «Ich kann mir vorstellen, dass es eine Verlagerung gibt, von bestehenden No-Brand-Betrieben zu Brand-Betrieben.»
Ein Grund für das verstärkte Angebot von Franchise-Vereinbarungen liegt gemäss Marcus Frey in der Abnahme attraktiver Standorte. Unbebaute Standorte in Citylagen seien kaum mehr verfügbar. In vielen klassischen Tourismusorten seien durch Landbesitzverhältnisse, Zonenplanung und schärfere Umweltauflagen die Möglichkeiten für den Eintritt internationaler Ketten beschränkt. «Genau diese Umstände sind häufig das Kapital der unprofilierten Einzelhotels, die teilweise schon vor Generationen Toplagen besetzt haben», so Frey.
Martin Emch sieht auch in der wachsenden Gästenachfrage nach Individualität, regionalen Produkten und Gegebenheiten sowie mehr Swissness kein Hindernis für mehr Franchising im Sinne einer Vereinheitlichung. «Es werden auch in Zukunft die Systemhotellerie und die unter dem Begriff Boutiquehotels bekannte individualisierte Hotellerie überleben.» Auch für einen Investor oder für die Geld gebende Bank sei ein Brand ein gewisser Garant, so dass ein Franchisenehmer die Finanzierung einfacher bewerkstelligen könne.
Das Franchise-System verursacht für die Einzelhotels Kosten. Neben der Gebühr sind oft noch Umbaumassnahmen erforderlich, um den Anforderungen des Franchisesystems zu entsprechen. «Aus diesem Grund werden sich Franchisesysteme vor allem in strukturell gesunden Einzelhotels durchsetzen», ist Marcus Frey überzeugt. Die Kreditgeber seien aufgrund der klaren Konzepte und Businesspläne eher zu einer Partnerschaft bereit.
Weiter ausbauen will das Franchising Accor. Zurzeit verfügt das französische Unternehmen in der Schweiz über sechs Franchise-Betriebe. Walter Zuëck, Direktor Franchise-Entwicklung von Accor in der Schweiz, will die Anzahl Hotels mittels Franchise- und Managementverträge bis Ende 2012 von heute 42 auf über 50 Hotels steigern. Dazu soll auch die neue Economy-Marke «Alls Seasons» beitragen. Bei Accor liegen die Franchise-Abgaben je nach Marke, Anzahl Hotels und Standort zwischen 5,5 und 7,5 Prozent des Logis-Umsatzes.
Die Intercontinental Hotels Group (IHG) hat in der Schweiz acht Franchise-Hotels der Marken Holiday Inn, Holiday Inn Express und Crown Plaza. Marriott International ist Franchisegeberin von zwei Hotels Courtyard by Marriott (Zürich und Basel), beide geführt von SV Schweiz. Dazu kommt das Renaissance Zürich Tower Hotel, das im Sommer 2011 eröffnet wird.
Etwas Molekular-Nebel, eine Prise Nouvelle Cuisine und als Grundlage die klassische dänische Küche: Ronny Emborg, der «Zauberlehrling» aus Kopenhagen, setzt voll auf Effekte. 

Das Treffen von «Engadin-Newcomer» Martin Dalsass mit Roland und Brigitte Jöhri, deren «Talvo» er jetzt übernommen hat, wurde zum Happening am Herd. Gastkoch Otto Koch flüsterte mit. 
Aus Anlass seines 200-jährigen Bestehens lud das Haus Laurent-Perrier zum «Fascination-Champagne»-Dîner ins Suvretta House. Am Herd stand der deutsche Dreisternekoch Christian Bau. 
Ein Talentwettbewerb hat gezeigt, dass der Engadiner Nachwuchs in der Küche viel zu bieten hat. Gewonnen hat der 17-jährige Claudio Grüger, Lehrling im Hotel Waldhaus Sils. 

Sich austauschen und neue Eindrücke gewinnen ist das Ziel der Kochelite, die sich an Gourmet- festivals trifft. Auch für Lernende kann ein solcher Event zukunftsweisend sein. 
Ein edles Geschenk: Die Schwob AG überreichte drei Grandhotels in St.Moritz je eine 75-jährige Serviette.Mit den eingewebten Logos sind die Textilien wertvolle Zeitzeugen. 
Sind die immer gleichen Programmpunkte an einem Festival nicht langweilig? Nein, sie seien wichtige Rituale und würden von den Gästen geschätzt, sagen Verantwortliche. 
Besondere Herausforderungen am St.Moritz Gourmet Festival gibt es zuhauf. Beispielsweise kocht das Wasser in der Höhe von St.Moritz schon bei 93 Grad. Was bedeutet das für die Starköche und die Garprozesse? 
36 Anlässe in einer Woche - das Gourmet Festival verlangt grosses organisatorisches Geschick. Bei der Agentur Woehrle Pirola laufen die Fäden zusammen. Gründerin Erica Woehrle lobt das Teamwork der ganzen Region. 
In der Region Thunersee sind in den letzten Jahren einige Hotels in die Hände von Asiaten gelangt. In anderen Ferienregionen der Schweiz ist das deutlich weniger ausgeprägt. 







Mitten in Interlaken verkauft Beat Hassenstein nach 40 Jahren Einsatz sein Hotel Splendid. Die chinesische Käuferin setzt auf ein Hotel mit Verkaufsflächen: für Uhren und für typische Schweizer Küchen-Ausrüstung.
Ein südkoreanisches Paar hat zwei traditionelle Interlakner Hotels gekauft. Das 4-Sterne-Haus wollen die Investoren als führendes Hotel positionieren.