Viele osteuropäische Länder hätten an den internationalen Tourismus-Messen jeweils einen guten Auftritt, weiss Jörg Krebs, zuständig bei Schweiz Tourismus unter anderem für die Tschechische Republik und Polen. Aber als «grosse Konkurrenz» möchte er diese nicht verstanden haben. «Auf jeden Fall nicht in den nächsten zehn Jahren.» Die grössten Mitbewerber blieben Badeferiendestinationen wie Ägypten, die Türkei und Griechenland sowie Österreich. Tschechien stuft Krebs eher als stagnierenden Markt ein, Polen dagegen klar als Wachstumsmarkt. Tschechien habe zwar Berge, die sich aber eher für Langlauf eignen. Was das Thema Wellness betrifft, fehlten Polen die grossen Resorts und die tschechischen Heilbäder seien alt. Neuen Schwung verspricht sich Krebs für diese Länder durch die Euro 2012, die in Polen und der Ukraine ausgetragen wird. Potenzial sieht der ST-Länderverantwortliche noch für Bulgarien, ein Land, das dem Touristen sowohl Ski-Berge als auch Meer bietet und somit für Winter- und Sommerprodukte gute Voraussetzungen hätte. Nur dass Bulgarien heute noch als billige Party-Destination gilt. «Bulgarien ist gut für junge Leute, die günstige Badeferien buchen wollen», schätzt Peter Brun, Mediensprecher von Kuoni Schweiz. Die Infrastruktur sei zum Teil sehr veraltet, es gebe Probleme mit Prostitution, als Konkurrenz für die Schweiz stuft Brun die Ganzjahresdestination deshalb nicht ein. Als grössten Mitbewerber im Osten erachtet Brun Kroatien: eine Flugstunde von der Schweiz entfernt, Berge zum Wandern und Meer, Wellnessangebote, gute Hotels. «Zum Teil läuft Kroatien Italien bereits den Rang ab», meint Peter Brun. Bei Kuoni Schweiz ist Kroatien in Osteuropa Nummer eins, in Polen und Tschechien offeriere man nur Städtereisen. Noch als Geheimtipp stuft Brun Montenegro ein, das touristisch anscheinend in der Liga von St-Tropez mitspielen will.
Für den Schweizer Tourismus seien die osteuropäischen Länder aufgrund der Kaufkraft der Einwohner reine Nischenmärkte, so Véronique Kanel von ST. Polen und Tschechen buchten vor allem in Ägypten und der Türkei Badeferien. Die Tschechen würden auch gern aktive Ferien (zum Beipiel Veloferien) im eigenen Land verbringen. Gemäss Jörg Krebs verspricht Polen für den Schweizer Tourismus allerdings das grösste Wachstumspotenzial.
Roland Zegg von Grischconsulta ist überzeugt: Der Sommer in der Schweiz hat Zukunft. Nun brauche es passende Angebote. 
«Kreativ sein» heisst das Motto in Graubünden, im Berner Oberland und Wallis diesen Sommer. Die Hotels locken die Gäste mit speziellen Angeboten. 
Der Klimawandel betrifft nicht nur den Winter, sondern auch den Sommer. Nicht nur im negativen Sinne - doch gilt es, die positive Auswirkung «Sommerfrische» gezielt zu vermarkten. 
In diesem Sommer fokussieren die Schweizer Tourismusverantwortlichen vor allem auf den Inland-Markt. Alle Touristiker rechnen mit einem Logiernächte-Minus. 
Bergbahnen setzen vermehrt auf das Sommergeschäft. Sie forcieren es mit innovativen Produkten und Preisvergünstigungen. 
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Die Wanderer von heute sind jünger und anspruchsvoller: Modische Wanderbekleidung und ein gutes Essen danach gehören heute immer mehr dazu. 
Graubünden wirbt in diesem Bergsommer um die Familien. Kinder bis 12 Jahre übernachten in 160 Bündner Hotels gratis, bis 15-Jährige mit mindestens 50 Prozent Reduktion. 
Zielgruppe: gut situierte Singles, Gays, Lesben. Die Hotels: das Aviva in Oberösterreich und das Axel Hotel in Berlin. Zwei unkopierte Erfolgsstorys. 







In den Zimmern des Hotel Drei Raben werden Geschichten erzählt. Nürnberger Mythen. Es sind Erzählungen aus der Umgebung, mit der sich der Gast so auseinandersetzt.
Wohnen in Bäumen, genau gesagt in Baumhäusern. Das können Gäste im Norden Deutschlands. Sei es im Design-Baumhausdorf oder im Baumhaushotel.