Letztes Jahr litt der Geschäftstourismus unter dem schlechten wirtschaftlichen Umfeld besonders stark. Zürich verzeichnete bis Ende November ein Minus von 5,1 Prozent, Genf sogar ein Minus von 8,5 Prozent. Vor allem im ersten Halbjahr kamen deutlich weniger Gäste aus den USA und Grossbritannien. Auch im 2010 erwartet man bei Schweiz Tourismus eine weitere Abnahme bei den Logiernächten in der Businesshotellerie. Erst im 2011 rechnet man mit einem Aufwärtstrend. Zudem werde der Businessmarkt immer unberechenbarer, so Veronique Kanel von Schweiz Tourismus: «Die Buchungen kommen immer später.»
Doch nicht überall litt die Businesshotellerie in der Schweiz im l2009 gleich stark. Basel konnte trotz kriselnder Wirtschaft sogar ein Rekordergebnis und das beste Ergebnis seit Einführung der Tourismusstatistik vor 75 Jahren präsentieren. Das Plus ist vor allem dem Freizeittourismus zu verdanken. Dass dieser letztes Jahr in der Stadt angezogen hat, stellt auch Stephan Kistler fest. «2009 erreichten wir in den Sommermonaten an den Wochenenden eine Auslastung von gut 80 Prozent», so der Hoteldirektor des «Crowne Plaza» Zürich, das sonst zwei Drittel der Logiernächte mit Gäschäftskunden erzielt. Für viele sei ein Städte-Kurztrip die preiswerte Alternative zu einer Flugreise gewesen, schätzt Kistler.gsg
Nach der Liberalisierung des Gastgewerbegesetzes wurde Zürich zum entfesselten Gastro-Labor. Wie ein Restaurant-Veteran die Veränderungen erlebte. 
Beat Caduff, der Perfektionist, legt in seiner Wine Loft täglich eine neue Speisekarte auf. Mit Produkten, die er frühmorgens eingekauft hat. Frisch, frisch, frisch, so lautet das Konzept. 
Ein Österreicher erobert Zürich: Marcus G. Lindner gilt als der beste Koch in der Stadt. «Nicht Kunst, sondern Handwerk» müsse man bieten, sagt der Tüftler. 
Im Bindella-Restaurant Terroir ist alles Swiss made. Nicht nur, was auf den Teller kommt, sondern auch die Tischeund die Stühle. 
70 Prozent aller Gäste bestellen im «Emilio» das legendäre «Poulet rôti Emilio». Im spanischen Familienbetrieb kommen nur beste Zutaten in die Pfannen. 
Der Bau von Bergbahnen im Osten schaffe eine Win-win-Situation mit dem Westen, meint der Bahnbau-Marktführer. Denn immer mehr Leute fahren dadurch Ski.
In Osteuropahaben sich die Übernachtungszahlen in den letzten zehn Jahren teilweise mehr als verdoppelt.
Die touristische Entwicklung in Bulgarien harzt, sagt André Gribi, der seit fünf Jahren dort tätig ist. Grund dafür ist unter anderem die Korruption, die in diesem Land verbreitet ist.
Osteuropa rüstet touristisch auf. Für Urs Wagenseil, Professor am Institut für Tourismuswirtschaft Luzern, sind die Destinationen noch keine Konkurrenz für das Ferienland Schweiz.
Internationale Hotelketten setzen auf Osteuropa und bauen ihre dortige Präsenz kontinuierlich aus. Wichtigster Markt ist Russland.


Wellness in slowenischen Heilthermen, Baden in der Adria oder lieber Skifahren in den Alpen? In Slowenien ist vieles möglich. Vor allem Italiener, Österreicher und Deutsche profitieren.
Die EU unterstützt die touristische Entwicklung in den osteuropäischen Ländern mit Milliardenbeträgen. Ein paar Beispiele.