Unser Hotel vereinigt Schweizer Qualitätsbewusstsein, Mehrsprachigkeit und Understatement mit italienischem Charme», wirbt Besitzer Rolf Wirth für sein 4-Sterne-Haus im historischen Zentrum von Rom. Das «Victoria» ist Mitglied bei Swiss Premium Hotels. Legendär ist die 450 Quadratmeter grosse, üppig bepflanzte Dachterrasse, welche ganzjährig betrieben wird, obschon sie nur sieben Monate rentiert: «Das ist Luxus pur, ebenso unsere 500 Bilder aus dem 17. bis 19. Jahrhundert mit Ansichten von Rom», schwärmt Wirth.
Die Hauptklientel des «Victoria» besteht jetzt, im Winter, aus italienischen Geschäftsreisenden. Sie machen 70 Prozent der Buchungen aus. Von Frühling bis Herbst sind es Touristen aus aller Welt - «eine gehobene Stammkundschaft», sagt Wirth. Auch hier sind die Italiener die häufigsten Gäste, gefolgt von den Amerikanern, Deutschen - und Schweizern.
Die etwa 8500 Franken, die das «Victoria» für die Mitgliedschaft bei Swiss Premium Hotels zahlt, lohne sich, «denn wir beherbergen auch immer mehr Gäste aus der Schweiz», sagt Wirth. Diese werden beispielsweise durch die Werbung im Magazin der Fluggesellschaft Swiss auf das Hotel in Rom aufmerksam. Die Inserate im Bordmagazin werden von der Kooperation geschaltet und werben für sämtliche Mitglieder-Hotels.
Dass das «Victoria» Mitglied ist bei Swiss Premium, hat historische Gründe: Besitzer Rolf Wirth stammt aus der Schweizer Hotelierdynastie Wirth. Sein Vater war Alberto H. Wirth, der in den Fünfzigerjahren den römischen Hotelierverein mitgegründet hat, seinem Cousin Roberto E. Wirth gehört das Luxushotel Hassler Roma. Direkte Reservationen erhalte das «Victoria» durch die Mitgliedschaft bei der Schweizer Kooperation wenige. Das Hotel wickle seine Reservationen unter anderem via US-Firma TravelClick ab, sagt «Victoria»-Direktor Christos Assonitis.
Wegen der Mitgliederpreise gewechselt
Seit 1971 ist die «Villa Margherita» im Fischerdorf Golfo Aranchi in Schweizer Besitz. Damals übernahm die aus dem Welschland stammende Familie Soldati den Betrieb, heute ist bereits die zweite Soldati-Generation am Ruder. Das Haus hat 44 Zimmer und zieht vor allem ausländische Gäste an, Italiener machen weniger als 10 Prozent aus. Die Deutschen sind die Hauptklientel der «Villa Margherita», zweitwichtigster Herkunftsmarkt ist England, an dritter Stelle stehen mit etwa 20 Prozent die Schweizerinnen und Schweizer.
Soldatis sind ebenfalls Mitglied bei der 2009 gegründeten Swiss Premium Hotels (SPH). Vorher waren sie bei Swiss International Hotels, die derzeit stark ins Ausland expandiert. «Die Mitgliederpreise stiegen stark an, für uns drängte sich daher ein Wechsel auf», sagt Rosemarie Soldati von der «Victoria»-Besitzerfamilie. Bei Swiss Premium zahlt sie jährlich 8500 Franken, bei Swiss International wäre es wesentlich mehr gewesen, so Soldati, ohne eine Zahl zu nennen.
Auf gut schweizerisch im sardischen Fischerdorf
Dass Soldatis erneut einer Schweizer Kooperation beigetreten sind, hat zum einen mit ihrer Verbundenheit mit dem Heimatland und mit SPH-Geschäftsführerin Wanda Meyer zu tun. «Wir sind eine reine Schweizer Direktion und sowohl mein Mann als auch mein Sohn haben die Hotelfachschule Lausanne besucht», so Rosemarie Soldati. Zum anderen steht das Label für Swissness, mit dem die Gäste Gastfreundschaft und Sauberkeit verbinden: «Es ist uns wichtig, auf Schweizer Werte zu setzen.» Soldatis schätzen die persönliche Betreuung durch die kleine Kooperation. «Von den Verkaufs- und Marketingangeboten von Swiss Premium können wir aber aus Platzgründen nicht immer Gebrauch machen», sagt Rosemarie Soldati. Denn die welsche Familie verhandelt grösstenteils noch direkt mit den einzelnen Tour Operators. In der Schweiz ist das sardische Boutique-Hotel beim Reiseveranstalter Kuoni im Angebot.
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