1.Sie sind federführender Architekt beim Belvoir-Projekt. Warum wurde das Haus nicht komplett abgerissen?Zu Beginn wollten wir noch einen grösseren Teil, etwa das gesamte Gartengeschoss, stehen lassen und darauf aufbauen. Doch das war nicht möglich. Im Nachhinein wäre es kaum aufwendiger gewesen, gleich alles abzureissen. Nun liessen wir einfach einen kleineren Teil – Garagen und Keller – stehen. Es läuft auch so gut.
2.Weshalb war es unmöglich?Aus Gründen der Statik. Es wäre viel zu aufwendig gewesen, den neuen, schweren Teil korrekt und sicher abzustützen. Die Lösung, die wir jetzt wählten, verteuert den ganzen Bau nicht.
3.Das Belvoir in Rüschlikon ist Ihr erstes Hotelprojekt. Ihre grosse Herausforderung dabei?
Funktionalität, Ökologie und Ästhetik in diesem ungewöhnlichen Objekt zusammenzubringen. Und natürlich auch, dass für die Gäste die Schokoladenseite vorgesehen ist: Alle Zimmer müssen Seesicht haben; der Rest hatte sich danach zu richten.
4.Sie haben es mit einem aktiven Bauherrn und mit der Star-Innenarchitektin Pia Schmid zu tun. Ist nicht das der wahre Challenge?
Nein, die Zusammenarbeit als Team funktioniert gut. Da ist der Bau selber deutlich anforderungsreicher: Viele Schrägen, verschiedene Niveaus an Hanglage, komplexe räumliche Aufteilung. Und natürlich, dass der Bauherr kein beliebiges Hotel wollte, sondern eines, das eine ästhetische Aussage machen kann und soll. ag
In der Region Thunersee sind in den letzten Jahren einige Hotels in die Hände von Asiaten gelangt. In anderen Ferienregionen der Schweiz ist das deutlich weniger ausgeprägt. 
Mitten in Interlaken verkauft Beat Hassenstein nach 40 Jahren Einsatz sein Hotel Splendid. Die chinesische Käuferin setzt auf ein Hotel mit Verkaufsflächen: für Uhren und für typische Schweizer Küchen-Ausrüstung. 
Ein südkoreanisches Paar hat zwei traditionelle Interlakner Hotels gekauft. Das 4-Sterne-Haus wollen die Investoren als führendes Hotel positionieren. 
Ausländische Investoren kaufen Hotels, oft als reine Geldanlage. Die Rentabilität ist zweitrangig. Das beobachtet Stephan JJ. Maeder, Präsident des Hotelier-Vereins Berner Oberland. 
Hinter den «Swiss Dreams Hotels» stehen indische Investoren mit einem Faible für ehemalige Traditionshäuser. Zwei ihrer fünf Hotels serbeln hinter geschlossenen Türen dahin. Die Besitzer lassen sich nicht in die Karten blicken. 
Der Interlakner Hotel-Berater Jürg Zumkehr hat schon mehrere Hotels an Ausländer verkauft, unter anderem an Asiaten. Aus seiner Sicht wirken sich die ausländischen Investoren positiv auf die Region aus. 
René und Elsbeth Bettoli wollen ihren Familienbetrieb verkaufen. Der Preisdruck ist für das Interlakner 2-Sterne-Hotel zu gross geworden. 
Rund um den Thunersee sind einzelne Hotels im Besitz von Asiaten. Ein Leerstand an bester Lage zählt dazu. Für Hotelier-Präsident Bruno Carizzoni überwiegen die positiven Beispiele und Effekte. 

Kettenhotels können ihre Effizienz steigern, indem sie einander Mitarbeiter ausleihen. Kleinbetriebe setzen derweil auf Allrounder. 





Strategieplanung, Verwaltung und Administration: Diese Bereiche böten in den meisten Hotels grosses Sparpotenzial. Es wird aber oft nicht wahrgenommen.