1.Reist man alleine anders?
Alleinreisende wollen überdurchschnittlich häufig neue Leute kennenlernen, sind kommunikativer, offener. Das sieht man auch daran, dass sie mehr telefonieren und häufiger ins Internet gehen. Zudem sind sie mehr an Themenreisen interessiert. Da sie alleine sind, können sie sich ganz darauf konzentrieren.
2.Welches Potenzial hat der Single-Reisemarkt?
Er ist heute ein klar unterschätztes Marktsegment. In Deutschland geht man von 10 Mio. Singles aus. Man kann nicht feststellen, dass es entsprechend viele Reiseangebote gibt, die auf den Single-Markt zugeschnitten sind. Findet ein Single nicht jemanden, der mitreist, bleibt er oft lieber zu Hause. Diese Lücke müssten Anbieter füllen. Und es werden immer mehr Singles.
3.Warum tut sich der Tourismus so schwer mit dem Thema Alleinreisende?
Die Anbieter denken noch zu wenig konsequent vom Kunden her. Sie gestalten ihr Marketing nach Regionen und Angeboten, nicht nach Zielgruppen und deren Bedürfnissen. Zudem ist der Begriff Alleinreisende negativ besetzt und eine Single-Reise hat schnell den Anstrich von Verkuppeln.
4.Wird die Hotellerie den Ansprüchen der Singles gerecht?
Nicht so sehr. Weder beim Preis noch beim Angebot. Hoteliers sind zu wenig sensibilisiert für die unterschiedlichen Zielgruppen. Das neue Kreuzfahrtschiff Norwegian Epic macht vor, wie ein Single-Produkt aussehen kann: Erstmals hat man hier Zimmer für Alleinreisende entwickelt, 128 an der Zahl, ergänzt mit einem Lounge-Bereich. gsg
Roland Zegg von Grischconsulta ist überzeugt: Der Sommer in der Schweiz hat Zukunft. Nun brauche es passende Angebote. 
«Kreativ sein» heisst das Motto in Graubünden, im Berner Oberland und Wallis diesen Sommer. Die Hotels locken die Gäste mit speziellen Angeboten. 
Der Klimawandel betrifft nicht nur den Winter, sondern auch den Sommer. Nicht nur im negativen Sinne - doch gilt es, die positive Auswirkung «Sommerfrische» gezielt zu vermarkten. 
In diesem Sommer fokussieren die Schweizer Tourismusverantwortlichen vor allem auf den Inland-Markt. Alle Touristiker rechnen mit einem Logiernächte-Minus. 
Bergbahnen setzen vermehrt auf das Sommergeschäft. Sie forcieren es mit innovativen Produkten und Preisvergünstigungen. 
In den Nachbarländern steigt die Zahl der Sommer-Logiernächte. Österreich setzt auf Wandern und Geniessen, Südtirol auf alpine Kompetenz und Bayern auf Aktivurlaub. 
Die Wanderer von heute sind jünger und anspruchsvoller: Modische Wanderbekleidung und ein gutes Essen danach gehören heute immer mehr dazu. 
Graubünden wirbt in diesem Bergsommer um die Familien. Kinder bis 12 Jahre übernachten in 160 Bündner Hotels gratis, bis 15-Jährige mit mindestens 50 Prozent Reduktion. 
Zielgruppe: gut situierte Singles, Gays, Lesben. Die Hotels: das Aviva in Oberösterreich und das Axel Hotel in Berlin. Zwei unkopierte Erfolgsstorys. 






In den Zimmern des Hotel Drei Raben werden Geschichten erzählt. Nürnberger Mythen. Es sind Erzählungen aus der Umgebung, mit der sich der Gast so auseinandersetzt.
Wohnen in Bäumen, genau gesagt in Baumhäusern. Das können Gäste im Norden Deutschlands. Sei es im Design-Baumhausdorf oder im Baumhaushotel.