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10.05.2012
Nächtigen wie in den «Goldenen 50ern»
Das Treppenhaus des Designhotels - ein Original von 1954.
Das Treppenhaus des Designhotels - ein Original von 1954. (Bild: zvg)
Das Designhotel Vosteen in Nürnberg lässt die Herzen von 50er-Jahre-Fans höher schlagen. Sei es das Bild von Audrey Hepburn im Zimmer oder die Möbel - das Hotel sorgt für eine besondere Stimmung.
Laura Nussbaumer

Eine Zeitreise zurück in die 1950er- und 1960er-Jahre: Dies ermöglicht Christina Summerer den Gästen ihres kleinen 3-Sterne-Designhotels Vosteen in Nürnberg. Die zwölf Zimmer des Privathotels sind im Retro-Stil gestaltet und individuell mit Möbeln aus den 1950er-Jahren eingerichtet. Die farbigen Tapeten werden kombiniert mit dem modernen Standard und Komfort von heute. Tragen die Zimmer in Hotels üblicherweise Nummern, so trifft man im Hotel Vosteen auf Namen wie «Audrey», «Sonne» oder «Gartenblick». «Das Haus hat Charme; da passen Namen einfach besser», erklärt die Inhaberin Christina Summerer, die das Hotel seit Februar 2006 führt.

In den Räumlichkeiten des Hotels stehen noch heute Original-Möbelstücke des Gästehauses, das nach dem Zweiten Weltkrieg vom Ehepaar Vosteen geführt wurde. In fünf Zimmern stammt die gesamte Einrichtung aus dem Jahr 1954, drei Zimmer wurden komplett neu gestaltet. Einige Originale mussten restauriert werden; wie zum Beispiel die Stühle im Frühstücksraum, bei denen neue Polster aufgezogen wurden. Das restliche Mobiliar hat Christina Summerer geschenkt bekommen, mit Freunden und Bekannten getauscht oder dem Schreiner abgekauft.

Die Gäste des Designhotels reisen aus der ganzen Welt an. Von Israel bis Australien sei alles dabei, sagt Summerer. «Wir sind bei Tripadvisor auf dem 2. Platz der bestbewerteten Hotels in Nürnberg, seither erhalten wir Anfragen von überall her.» Es seien vor allem Businessgäste, die es in die kleine Seitenstrasse nahe der Nürnberger Altstadt zieht. 80 Prozent der Gäste seien Geschäftsleute, 20 Prozent reisen privat an, so Summerer weiter. «Es kommen jedoch immer mehr Privatgäste.» Die Gesamtauslastung des letzten Jahres betrug 70 Prozent.

Mit einer Breite von gerade mal 7,7 Metern und den zwölf Zimmern gehört das Hotel zu den Kleinen. Trotzdem, oder gerade deswegen ist es für Christina Summerer wichtig, auch im Internet präsent zu sein. «Wir haben ein Facebookprofil und ein Google-plus-Konto». Auf der Homepage erscheinen demnächst neue Fotos, die bei einem professionellen Shooting entstanden und auf denen laut Summerer der Charme des Hotels noch besser zur Geltung komme. Auch geplant sei eine Slideshow dieser Bilder auf der Frontseite der Homepage.

Im Designotel Vosteen arbeiten nebst Christina Summerer eine Festangestellte, drei Auszubildende und drei Aushilfen. Diese sollen laut Summerer ihr Flair im Umgang mit den Gästen lernen und im Arbeitsalltag anwenden. «Dabei soll aber jede Mitarbeiterin ihre eigene Art und ihren Stil beibehalten.»

  
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