Ein umweltbewusster, sozial gerechter und trotzdem wirtschaftlicher Tourismus - wie kann das gelingen? Solchen Fragen widmet sich der neue Lehrgang «Nachhaltiges Tourismus-Management» am Institut für Tourismuswirtschaft in Luzern (ITW). Im halbjährigen Studium erfahren die Absolventen und Absolventinnen unter anderem, wie sie Umwelt- und Sozialmanagement-Systeme einführen können und wie sie innovative nachhaltige Angebote vermarkten können - konkret etwa in der Hotellerie oder bei Bergbahnen. Das ist eine Premiere. Es gibt zwar bereits einzelne Kursangebote zum Themenbereich nachhaltige Entwicklung. «Ein umfassendes auf die Bedürfnisse der Tourismusbranche zugeschnittenes CAS gab es bisher aber noch nicht», sagt Kursleiter Christoph Wydler. Der erste Ausbildungsgang dauert vom 5. Juni bis am 24. November. Unterrichtet wird freitags und samstags. Es gibt drei Module, die auch einzeln gebucht werden können. Damit das Studium praxistauglich ist, haben die Verbände hotelleriesuisse, STV, VSTM, SBS und auch ST an den Modulen mitgearbeitet. Geplant ist, das neue CAS jährlich durchzuführen. Es richtet sich unter anderem an Führungskräfte, Projektleiter, Produkt- oder Nachhaltigkeitsverantwortliche in Destinationen, Transportunternehmen, an Reiseveranstalter und -büros, Hotellerie und Gastronomie sowie Eventorganisationen. Gemäss Wydler arbeiten viele der bisher angemeldeten Kursteilnehmer in Destinationsorganisationen, der Hotellerie und in Tourismus-Beratungen. Anmeldeschluss ist der 15. Mai.
Das CAS ist eine Weiterbildung auf Hochschulniveau. Ein Zertifikat erwerben können Absolventen einer Hochschule oder mit einer höheren Berufsbildung und zusätzlich mindestens drei Jahren Berufserfahrung. Betriebswirtschaftliche Basiskenntnisse werden vorausgesetzt.
Infoabende: Do., 8. März, ITW, Luzern; Di., 1. Mai, Sanu, Biel; jeweils 18.15 bis 19.15 Uhr mit Apéro; Anmeldung: corinne.simon@hslu.ch oder via Nummer 041 228 41 47.


Die Branche kämpft mit einem Nachwuchsproblem. Die Zahl der interessierten Lehrlinge ist im Vergleich zum Vorjahr um 55 Prozent eingebrochen.



