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23.02.2012
Noch fehlen ein paar Hotels in Europa
Esther Dysli, Geschäftsführerin der Private Selection Hotels.
Esther Dysli, Geschäftsführerin der Private Selection Hotels. (© zvg)
Private Selection Hotels hat zurzeit 20 ausländische und 50 Schweizer Mitglieder. Geschäftsführerin Esther Dysli hätte gerne noch ein bis zwei Hotels in Frankreich und Italien.
Christine Künzler

Für uns ist es wichtig, den Gästen ein geografisch attraktives Angebot bieten zu können», sagt Esther Dysli, Geschäftsführerin der Private Selection Hotels in Luzern. Noch fehlen Hotels für Gäste, die von der Schweiz aus zu den Mitglied-Hotels in der Toskana fahren und unterwegs in einem Private Selection Hotel übernachten möchten. Das Gleiche gilt für die Provence (siehe Artikel oben): «Es gibt sicher schöne Hotels in Regionen, die zwischen der Schweiz und der Provence liegen», so Esther Dysli.

Die geografische Ausgewogenheit steht für die Private-Selection-Hotels-Geschäftsführerin im Vordergrund und nicht das Wachstum per se. «Wir wollen auf keinen Fall eine anonyme Gruppe sein, in der die Hoteliers die Geschäftsführung nicht kennen. Uns ist wichtiger, qualitativ zu wachsen.» So hat sich die Hotelgruppe kürzlich von zwei ausländischen 4-Sterne-Häusern getrennt und hat diese mit zwei 5-Sterne-Häusern aus derselben Gegend ersetzt. Die Schweizer Hoteliers sind offenbar mit Private Selection zufrieden und umgekehrt, denn dort gibt es fast nur Austritte, wenn ein Hotel verkauft wird, Konkurs geht oder der Hotelier stirbt. Deshalb würden in der Schweiz nicht aktiv Hotels akquiriert - «obwohl wir sehr gerne ein zusätzliches Haus in der Romandie hätten». Anders im Ausland - dort schaut sich die Geschäftsführerin in den gewünschten Regionen gezielt Häuser an. «Teilweise werden uns Namen von geeigneten Hotels zugetragen.» Auch an Messen wie der ITB werden Kontakte geknüpft.

Die Bedingungen für eine Mitgliedschaft bei Private Selection Hotels sind für schweizerische und ausländische Häuser die gleichen. Es müssen Hotels sein, die mindestens der 4-Sterne-Kategorie von hotelleriesuisse entsprechen. Bei Nichtmitgliedern von hotelleriesuisse werden die Kriterien mit entsprechenden Checklisten geprüft. «Und es müssen Häuser sein, die persönlich geführt werden und zwei Drittel ihres Umsatzes mit Individualgästen generieren», erklärt Esther Dysli. «Die meisten Direktoren oder Besitzer der ausländischen Häuser sind Schweizer, haben in der Schweiz gearbeitet oder die Hotelfachschule Lausanne absolviert.» Das mache die Zusammenarbeit einfacher, hält sie fest, weil diese Hoteliers von den gleichen Vorstellungen ausgehen und die schweizerische Mentalität kennen.

Die Private Selection Hotelgruppe schnürt spezielle Packages für ihre ausländischen Mitglieder. So etwa eine Reise in die Provence: Die Gäste haben die Möglichkeit, je drei Nächte in zwei oder den drei Provence-Hotels Château de Montcaud, L'Estelle und Benvengudo (siehe Artikel oben) zu verbringen und so die unterschiedlichen Regionen kennenzulernen. Das Angebot wird ausschliesslich über die TCS-Zeitung vermarktet. Das gleiche Package gibt es auch für die Hotels in der Toskana.

  
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