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26.08.2010
Schnell und doch mit Qualitätsanspruch
Bei Sam’s Pizza Land verweilt man selten lange.
Bei Sam’s Pizza Land verweilt man selten lange. (© zvg)
Sam’s Pizza Land braucht frequenzstarke Toplagen. Insbesondere wird auf hochwertige Zutaten und motivierte Belegschaft Wert gelegt.
Pieter Poldervaart

Manche gehen zum Italiener, um den ganzen Abend dort zu verweilen. Bei Sam’s Pizza Land ist das definitiv nicht so. «Unsere Gäste erhalten das Essen sechs bis acht Minuten nach der Bestellung serviert, damit sie nach dem Essen pünktlich im Kino sitzen», sagt CEO Wolfgang Mock. Dabei helfe, dass man die Produkte standardisiert habe und auf aufwendige Gerichte verzichte. Trotzdem kann sich die Vielfalt in den aktuell fünf Pizza Lands (Basel Greifengasse und Einkaufszentrum Stücki, Emmenbrücke im Centrum Seetalplatz, Zürich Schweizergasse und Dreikönigsstrasse, dazu gleichenorts ein Partyservice) sehen lassen: Neben zwei Dutzend Pizzasorten bietet Sam’s Pizza Land den Gästen Spaghettis mit fünf verschiedenen Saucen und sechs weitere Gerichte an. Um trotz Toplagen tiefe Preise kalkulieren zu können, ist nebst hohen Frequenzen engagiertes Personal nötig: «Die Mitarbeiter müssen freundlich sein und Spass am Job haben, auch wenn sie als Student allenfalls nur am Wochenende arbeiten», so Mock, der das Franchisekonzept vor drei Jahren mit einem Partner zusammen vom Besitzer in einem Management-Buyout übernommen hat.

Schnelle Küche und Qualität sollen kein Widerspruch sein. So wird etwa nur Premium-Mozzarella verwendet, auch der Hauswein ist vorgegeben. Die fünf Spaghettisaucen werden ebenfalls gemäss eigenem Rezept zentral angefertigt und verpackt. Ansonsten lässt Mock seinen Franchisern aber freie Hand bei der Rohstoffbeschaffung – «ich bin ja kein Logistiker».

Ein eigentliches Expansionsziel hat der Unternehmer nicht, doch wenn die Konditionen stimmen, kommt es zum Vertragsabschluss. Voraussetzung ist ein Franchiser, der entweder selbst im Betrieb steht oder einen Geschäftsleiter einstellt. «Entscheidend ist, dass er unser Qualitätsdenken teilt und den nötigen finanziellen Background hat», so Mock. Denn die Zeiten, als man im Franchising sofort Geld verdiente, seien vorbei. Als Einstiegsgebühr werden 35000 Franken fällig, hinzu kommen Investitionsgebühren und eine Franchise-Fee von fünf Prozent des Umsatzes.

Doch arbeitet Mock nicht nur an neuen Standorten, auch am Angebot wird laufend gefeilt. Mit den «Monatsaktivitäten» fühlt er den Puls. So legt man Döner-Fleisch auf die Teigunterlage, testet Vegetarierangebote oder macht auch mal auf herbstlich-exotisch: etwa mit einem Kürbis-Curry-Belag.

  
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